Daphnis und Chloé von Thierry Malandain, Musik von Maurice Ravel
Natalia de Froberville (Chloé), Ramiro Gómez Samón (Daphnis), Alexandre De Oliveira Ferreira (Pan)...— Ballett des Opéra National du Capitole
Besetzung
Thierry Malandain — Choreograf
Jorge Gallardo — Szenenbild und Kostümdesign
Giuseppe Chiavaro — Assistent Choreograf
Arnaud Mahouy — Assistent Choreograf
François Menou — Beleuchtungsdesigner
Jean-Claude Asquié
Philippe Solano — Der Faun
Natalia de Froberville — Chloe
Programmhinweise
Anmutig wirbelnd wie die Flügel eines Vogels, der durch den Himmel schwebt, schimmern zahlreiche plissierte Röcke in der Umgebung der Dekoration von Thierry Malandains Produktion von Daphnis et Chloé. Hier zollt der Choreograf zwei seiner größten Einflüsse Tribut, dem Choreografen Michel Fokine und dem Komponisten Maurice Ravel.
Komponiert für die Ballets russes im Jahr 1912, ist Daphnis et Chloé eine Ode an die Stützen des antiken Griechenlands in Form eines néo-classique Balletts und erzählt die Geschichte zweier junger Liebender. Unter dem wachsamen Auge des griechischen Gottes Pan (der das Paar scheinbar durch den Abend führt) wird die Leidenschaft, die Daphnis und Chloé zueinander zieht, abrupt auf die Probe gestellt durch die Verführerin Lycéion und den Anführer der rachsüchtigen Piraten, Bryaxis. In Anlehnung an das Programm der Uraufführung von 1912 greift Thierry Malandains moderne Adaption Aspekte von Nijinskys komischem Ballett L’après-midi d’un Faune auf, ersetzt die traditionelle felsige Landschaft durch eine riesige Taschentuchschachtel, auf der die Fantasien des Fauns ausgebreitet sind, und stellt dies der Musik von Claude Debussy gegenüber.
Während dieser Produktion versucht Thierry Malandain, die traditionellen Vorstellungen des klassischen Balletts zu destabilisieren. Chloé, weit davon entfernt, ein zerbrechliches junges Mädchen zu sein, wird zu einer starken Frau, Meisterin ihres eigenen Schicksals und Anführerin ihrer Beziehung mit dem romantischen Träumer Daphnis. Die Protagonisten des Abends werden durch das hinreißende Duo Natalia de Froberville und Ramiro Gómez Samón zum Leben erweckt.

