
Mirga Gražinytė-Tyla
29. August 1986 - Vilnius (Litauen)
© Andreas Hechenberger
Über
Mirga Gražinyte-Tyla wurde im Februar 2016 zur Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra ernannt und trat damit in die Fußstapfen von Sir Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons. Unter ihrer Leitung hat das CBSO zahlreiche gefeierte Aufführungen im Inland und auf internationalen Tourneen gegeben. Sie trat am Ende der Saison 21/22 als Musikdirektorin des CBSO zurück, war in der Saison 22/23 die Principal Guest Conductor des Orchesters und bleibt ab Herbst 2023 als Associate Artist eng mit dem Orchester verbunden.
Gražinyte-Tyla hat das Publikum als Gastdirigentin auf der ganzen Welt begeistert. Zu den jüngsten und kommenden Höhepunkten zählen Rückkehrten zum Sinfonieorchester Basel, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Philadelphia Orchestra sowie den Münchner Philharmonikern zu Hause und auf Tournee nach Luzern, Köln und Berlin; Debüts bei der New York Philharmonic, der Staatskapelle Dresden und am Teatro Real in Madrid mit einer neuen Produktion von Mieczysław Weinbergs The Passenger. Brittens War Requiem beim Salzburger Festspiel, eine neue Produktion von Janáčeks Die listige kleine Füchsin an der Bayerischen Staatsoper unter der Regie von Barrie Kosky sowie Gastauftritte bei der Accademia di Santa Cecilia Rom und dem Royal Concertgebouw Orchestra. In Europa und den USA hat Mirga Gražinyte-Tyla mit dem Litauischen Nationalen Sinfonieorchester, dem Royal Stockholm Philharmonic, dem London Symphony, dem Schwedischen Radioorchester, dem NDR Elbphilharmonie, der Filarmonica della Scala, dem Orchestre National de France, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem MDR Leipzig, dem Orchestre National de Lyon sowie dem Kammerorchester Wien, dem Dänischen Nationalen Sinfonieorchester, dem Mozarteum Orchester, der Seattle Symphony, der San Diego Symphony zusammengearbeitet und leitete das Metropolitan Opera Orchestra bei ihrem Debüt in der Carnegie Hall im Mai 2018. Bei der Kremerata Baltica pflegte sie eine dynamische Zusammenarbeit mit Gidon Kremer auf zahlreichen Europatourneen. Sie hat Opern in München, Heidelberg, Salzburg, Berlin und Bern dirigiert. Mit dem Los Angeles Philharmonic war Gražinyte-Tyla in der Saison 2012-13 Dudamel Fellow, von 2014 bis 2016 Assistant Conductor und von 2016 bis 2017 Associate Conductor. Von 2015 bis 2017 war sie Musikdirektorin des Salzburger Landestheaters. Gewinnerin des Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2012, debütierte sie anschließend mit dem Gustav Mahler Jugendorchester in einem symphonischen Konzert bei den Salzburger Festspielen.
Seit 2018 ist sie exklusive Künstlerin bei Deutsche Grammophon. Ihr erstes Album auf dem gelben Label wurde im Frühjahr 2019 veröffentlicht. Es begeisterte Kritiker und Zuhörer weltweit und wurde als wesentlicher Beitrag zur Wiederentdeckung von Mieczysław Weinbergs Werk gefeiert, wobei es später 2020 auch den Opus Klassik und Grammophon Award gewann. Die Aufnahme entstand in Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Kremerata Baltica und Gidon Kremer. Eine zweite Aufnahme wurde im November 2019 von Deutsche Grammophon veröffentlicht. Diese enthält Werke ihrer Landsfrau Raminta Šerkšnytė und wurde von ihrer jüngsten CD The British Project mit Werken von Elgar, Britten, Walton und Vaughan Williams im Juli 2021 gefolgt.
Als gebürtige Vilniuserin in Litauen wurde sie in eine musikalische Familie geboren. Bevor sie ihr Studium am Musik-Konservatorium in Zürich aufnahm, studierte sie am Musik-Konservatorium Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig und am Musik-Konservatorium in Bologna, Italien.
