Chick Corea & Gary Burton in München
Münchner Sommer Klavierfestival 1997
Besetzung
Chick Corea — Klavier
Gary Burton — Vibraphon
Programmhinweise
Gary Burton und Chick Corea stellten vor Coreas leider frühem Tod Anfang 2021 eine Art Institution in der Jazzwelt dar und hinterließen eine riesige Lücke in der Welt des erfinderischen Jazz sowie ein beeindruckendes Vermächtnis, das 25 Grammys (und 67 Nominierungen) umfasste. Gemeinsam schufen die beiden im Laufe einer fast 50-jährigen Zusammenarbeit (sie nahmen ihre erste Platte, Crystal Silence, bereits 1972 auf) einen Mainstream-Platz für anspruchsvolle Musik, mit kaum einer Unterbrechung in diesem Zeitraum. Die beiden Pioniere des Jazz-Fusion und herausragenden Botschafter ihrer jeweiligen Instrumente waren auf allen möglichen Bühnen sehr gefragt, von Philharmonien über kleine Jazzclubs bis hin zu führenden digitalen Arenen wie NPRs Tiny Desk.
Für dieses Konzert von 1997 traten sie gemeinsam auf der Bühne des Münchner Sommer-Klavierfestivals auf und spielten hauptsächlich Stücke von ihrem Album Native Sense, das im selben Jahr veröffentlicht wurde. Es war Burtons vierhändige Mallet-Technik, die ihm die Vielseitigkeit verlieh, Corea in Komplexität und Geschwindigkeit ebenbürtig zu sein, und während oft Corea den rhythmischen Aspekt lieferte und Burton Textur und Farbe beisteuerte, tauschten sie die Rollen nach Belieben in einem telepathischen Dialog, der einen legendären Platz in der Geschichte des Jazz einnimmt.

