Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Alex Ollé, Carlus Padrissa – La Fura dels Baus (Regie), Pablo Heras-Casado (Dirigent) — Mit Jane Henschel (Leocadia Begbick), Measha Brueggergosman (Jenny Smith), Michael König (Jim Maclntyre)...
Besetzung
Àlex Ollé — Bühnenregisseur
Carlus Padrissa — Bühnenregisseur
Alfons Flores — Bühnenbildgestaltung
Lluc Castells — Kostümbildner(in)
Urs Schönebaum — Beleuchtungsdesigner
Jane Henschel — Leocadia Begbick
Donald Kaasch — Fettig
Willard White — Trinity Moses
Programmhinweise
Grandeur et décadence de la ville de Mahagonny (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) ist die letzte künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem Autor Bertolt Brecht und dem Komponisten Kurt Weill. Komponiert im Jahr 1930, wird diese satirische Oper oft als Kritik am amerikanischen Kapitalismus oder den Exzessen der Weimarer Republik gesehen. Sie wurde vom Nazi-Regime verboten und erst in den 1950er Jahren wieder aufgeführt.
In etwa zwanzig Szenen erzählen die beiden Autoren die Geschichte von Mahagonny—einer imaginären, vergessenen Stadt mitten in der Wüste. Der Ort wird von drei Kriminellen regiert, und Essen, Sex, Glücksspiel und Gewalt sind allgegenwärtig. In dieser eindrucksvollen Inszenierung im Teatro Real in Madrid von Alex Ollé und Carlius Padrissa des subversiven katalanischen Kollektivs La Fura dels Baus wird Brechts beißender Text—verstärkt durch Weills Lyrik—meisterhaft von außergewöhnlichen Darstellern zum Leben erweckt, darunter Measha Brueggergosman, Michael König, Jane Henschel und Willard White. Musikdirektor und Dirigent Pablo Heras-Casado führt das ansässige Ensemble, das Symphonieorchester von Madrid, in einer bemerkenswert intensiven Aufführung.
Foto © Javier del Real
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