Programm

Richard Wagner, Rienzi, WWV 49

Overture

I: "Hier ist's ! Hier ist's ! Frisch auf, ihr Freunde!"

I: "Zur Ruhe!..."

I: "O Schwester, sprich"

I: "Er geht und lässt dich meinem Schutz"

I: "Gegrüsst, gegrüsst sei, hoher Tag!"

I: "Rienzi! Ha, Rienzi! Hoch!"

I: "Ihr Römer, sprecht!"

II: "Ihr Römer, hört die Kunde"

II: "Du, Friedensbote, sage an"

II: "Rienzi, nimm des Friedens Gruss!"

II: "So wäre den auf ihn allein der Streich zu führen"

II: "Ha, Meuchelmörder! Sprecht"

II: "Erschallet, Feierklänge!"

II: "Rienzi! Auf! Schütz den Tribun!"

II: "Mein armer Bruder"

II: "O lasst der Gnade Himmelslicht"

III: "Vernammt ihr All' die Kund e schon?"

III: "Gerechter Gott, so ist's entschieden schon!"

III: "Wo war ich? Ha, wo bin ich jetzt?"

III: "Nun denn, nimm, Schicksal, deinen Lauf!"

III: "Heil, Roma, dir! Du hast gesiegt"

III: "Ha! Diese Schmerzen, tief und gross!"

IV: "Wer war's, der euch hierher beschied?"

IV: "Ich bin ein Zeuge, er sprach wahr"

IV: "Ihr nicht beim Feste?"

IV: "Irene, komm', flieh' diesen Ort"

V: "Allmächt'ger Vater, blick' herab!"

V: "Verlässt die Kirche mich"

V: "Du hier, Irene?"

V: "Kennt ihr mich noch nicht?"

Wagners Rienzi

Jorge Lavelli (Regisseur), Pinchas Steinberg (Dirigent) – Mit Torsten Kerl (Rienzi) und Marika Schönberg (Irène)... – Théâtre du Capitole

Abonnenten

Besetzung

Jorge Lavelli  — Bühnenregisseur

Ricardo Sanchez Cuerda  — Bühnenbildner

Francesco Zito  — Kostüme

Roberto Trafferi  — Beleuchtung

Torsten Kerl  — Rienzi

Marika Schönberg  — Irène

Richard Wiegold  — Steffano Colonna

Daniela Sindram  — Adriano

Programmhinweise

Rienzi, eines von Wagners Meisterwerken, ist in den letzten Jahren am Théâtre du Capitole in Toulouse ein großer Erfolg gewesen. Für diese Produktion holte das lyrische Theater den renommierten Regisseur Jordi Lavelli und den Tenor Torsten Kerl hinzu. Das Orchestre National du Capitole wird von Pinchas Steinberg dirigiert.

Wagner komponierte Rienzi 1842 in Dresden, nachdem er den Roman Rienzi, der Letzte der römischen Tribunen (1835) von Edward Bulwer-Lytton gelesen hatte. Neben Richard Wagner und Edward Bulwer-Lytton inspirierten auch Cola di Rienzo, eine berühmte historische Figur, sowie die Dramatiker François Laignelot und Mary Russell Mitford. Rienzo, ein junger Römer im 14. Jahrhundert, stellte sich der Korruption in den oberen Schichten Roms entgegen, sodass das Volk ihn zum neuen Tribunen ausrief. Diese unglaubliche Geschichte scheint wie geschaffen für eine Tragödie, einen Roman oder eine Oper. Als Wagner die Geschichte dieses mittelalterlichen Helden adaptierte, war er jung und suchte noch seinen eigenen Stil; nach Die Feen und Das Liebesverbot ist Rienzi die erste Oper des Komponisten.

Jordi Lavellis Inszenierung ist modern, im Gegensatz zur prunkvollen Grand Opéra des 19. Jahrhunderts, und das Bühnenbild ist schlicht. Indem er sich auf das Wesentliche beschränkt, stellt Lavelli die Kraft dieser langen Partitur wieder her und rückt die Sänger ins Rampenlicht. In diesem Rahmen glänzt Torsten Kerls intelligenter Gesangsstil.

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