Tschaikowskys Die Pique-Dame
Graham Vick (Regisseur), Sir Andrew Davis (Dirigent) — Mit Nancy Gustafson (Lisa), Yuri Marusin (Herman), Felicity Palmer (Die Gräfin)...
Besetzung
Graham Vick — Bühnenregisseur
Thomas Webster — Beleuchtung
Richard Hudson — Bühnenbildner
Ron Howell — Choreograf
Yuri Marusin — Hermann
Nancy Gustafson — Lisa
Felicity Palmer — Die Gräfin
Sergei Leiferkus — Graf Tomsky
Programmhinweise
Die unvergessliche Nancy Gustavson erweckt Lisa zum Leben, die unglückliche Geliebte von Herman in der tragischen Geschichte von Die Pik-Dame.
Herman, ein junger Offizier, ist in eine unbekannte Frau aus dem Adel verliebt. Die schöne junge Dame stellt sich schließlich als Lisa heraus, die Verlobte von Prinz Yeletski, Hermans Armee-Freund. Doch Lisa ist unglücklich mit dieser ihr aufgezwungenen Verlobung. Sie bevorzugt die romantische Persönlichkeit von Herman. Herman und Lisa treffen sich heimlich und erklären sich ihre unsterbliche Liebe. Aber Herman hat kein Geld. Was tun? Lisas Großmutter, die Gräfin, soll das Geheimnis kennen, wie man beim Kartenspiel unfehlbar gewinnt. Herman bricht in das Zimmer der alten Frau ein und bittet die Gräfin, ihr Geheimnis zu verraten. Von dem drohenden jungen Mann erschrocken, stirbt die Gräfin. Lisa, die den Raum betritt, entdeckt ihren Geliebten vor dem Leichnam ihrer Großmutter. Weinend fleht sie Hermann an, sofort zu gehen. Der Geist der Gräfin erscheint Herman und offenbart dem jungen Mann das Geheimnis: die drei Gewinnkarten sind drei, sieben und Ass. Nach einem letzten Treffen mit Herman erkennt Lisa, dass es keine Hoffnung gibt, die Liebe zu bekommen, die sie sich wünscht, und springt in die Newa. Herman, in einem Zustand des Wahnsinns, geht ins Kasino und setzt alles, was er besitzt. Er verliert alles. Die letzte Gewinnkarte war kein Ass, sondern die Pik-Dame.
Inspiriert von Die Pik-Dame, geschrieben von Alexander Puschkin, wurde Tschaikowskis Oper 1890 in Sankt Petersburg uraufgeführt. Die Pik-Dame ist ein intensives Werk, in dem der Tod als unvermeidliches Ergebnis erscheint. Die bemerkenswerte Inszenierung von Graham Vick versetzt den Zuschauer in den verzweifelten Liebeskampf zwischen der unschuldigen Lisa und Hermann, einer dunklen Figur, die unaufhaltsam dem Wahnsinn entgegenstrebt.
