Tschaikowskys Die Verzauberin
Vasily Barkhatov (Regisseur), Valentin Uryupin (Dirigent) — Mit Asmik Grigorian (Nastasia), Iain MacNeil (Prinz), Claudia Mahnke (Prinzessin), Alexander Mikhailov (Prinz Juri) …
Besetzung
Wassili Barkhatow — Bühnenregisseur
Christian Schmidt — Bühnenbildner
Kirsten Dephoff — Kostümbildner
Gal Fefferman — Choreograf
Olaf Winter — Beleuchtung
Christian Borchers — Video
Zsolt Horpácsy — Dramaturgie
Asmik Grigorian — Nastasia
Programmhinweise
Die größte Tragödie, die je von Tschaikowski geschrieben wurde – seiner eigenen Meinung nach – übt einen Zauber über die Frankfurter Oper aus, mit der bezaubernden Asmik Grigorian in der Titelrolle von Die Verzauberte!
Heutzutage selten aufgeführt, zeichnet sich Tschaikowskis siebte Oper durch ihre vielschichtige Handlung aus, die amouröse Eifersucht und politische Intrigen, menschliches Drama und religiöse Eingriffe miteinander verbindet. Die Geschichte dreht sich um die faszinierende Nastasia – dargestellt von der makellosen Asmik Grigorian – die sich in einem Liebesdreieck wiederfindet: Ihr Interesse an Fürst Jurij bleibt unerwidert, obwohl Jurijs königlicher Vater in sie verliebt ist, sehr zum Missfallen seiner Frau. Die Handlung verdichtet sich, als der alte Diakon Mamyrov Nastasia der Hexerei beschuldigt, was zu gewalttätigen und unvorhersehbaren Konsequenzen führt…
Dies ist keine frauenfeindliche Liebesgeschichte: Tschaikowski selbst schrieb über die Titelheldin in einem Brief an die Sopranistin Emiliya Pavlovskaya: „[Nastasias] ist eine starke weibliche Natur; sie kann sich nur einmal und für immer verlieben, und um dieser Liebe willen ist sie bereit, alles aufzugeben.“ Über die zurückgewiesene Prinzessin fuhr er fort: „Meine Prinzessin wird auch ein starker Charakter sein… Sie ist nicht wegen ihres Mannes eifersüchtig, sondern vielmehr wegen ihrer fürstlichen Würde“ – ein Attribut, das die ausgezeichnete Claudia Mahnke mit Sicherheit und Gelassenheit hervorbringt.
Foto © Barbara Aumüller
