Strauss' Ariadne auf Naxos
Sven-Eric Bechtolf (Regisseur), Christian Thielemann (Dirigent) — Mit Johan Botha (Bacchus), Soile Isokoski (Ariadne), Daniela Fally (Zerbinetta) …
Besetzung
Sven-Eric Bechtolf — Bühnenregisseur
Rolf Glittenberg — Bühnenbildner
Marianne Glittenberg — Kostümbildner
Jürgen Hoffmann — Beleuchtung
Soile Isokoski — Die Primadonna, Ariadne
Johan Botha — Der Tenor, Bacchus
Sophie Koch — Der Komponist
Jochen Schmeckenbecher — Ein Musiklehrer
Programmhinweise
Obwohl es heute eine der beliebtesten Opern ist, die weltweit regelmäßig aufgeführt wird, war die erste Version von Ariadne auf Naxos — konzipiert im Jahr 1912 als leichte Unterhaltung nach dem Molière-Stück Le Bourgeois gentilhomme — ein Misserfolg, aufgrund der Länge der Aufführung (insgesamt über sechs Stunden!) und der Diskrepanz zwischen dem französischen Stück und der deutschen Oper. Für die überarbeitete Version, die wir heute kennen und die 1916 an der Wiener Staatsoper uraufgeführt wurde, entschieden sich Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal, das Stück durch einen kürzeren komischen Prolog zu ersetzen, der im Haus eines Wiener Bürgers spielt, der zwei Opernaufführungen bestellt hat — die opera seria „Ariadne auf Naxos“ und eine opera buffa von einer italienischen Truppe — die gleichzeitig aufgeführt werden müssen! Das Ergebnis ist eine witzige, unwiderstehliche Mischung aus Neo-Barock und Spätromantik, eine clevere Mise-en-abyme mit philosophischen Untertönen.
Am selben Ort, an dem die Oper erstmals aufgeführt wurde, bietet Regisseur Sven-Eric Bechtolf eine spritzige Inszenierung unter der herausragenden musikalischen Leitung von Christian Thielemann, mit einem brillanten Solistenensemble, darunter Soile Isokoski in der dramatischen Rolle der Ariadne, Daniela Fally als die flamboyante Zerbinetta und Sophie Koch in der berührenden en travesti-Rolle der Komponistin.
