Rossinis Otello
Moishe Leiser und Patrice Caurier (Regie), Muhai Tang (Dirigent) — Mit John Osborn (Otello), Cecilia Bartoli (Desdemona), Javier Camarena (Rodrigo), Peter Kalman (Elmiro)
Besetzung
Moshe Leiser — Bühnenregisseur
Patrice Caurier — Bühnenregisseur
Christian Fenouillat — Bühnenbildner
Agostino Cavalca — Kostümbildner(in)
Christophe Forey — Beleuchtungsdesigner
Hans-Rudolf Kunz — Beleuchtungsdesigner
Konrad Kuhn — Dramaturgie
John Osborn — Otello
Programmhinweise
Im Opernhaus Zürich rückt eine neue Produktion von Rossinis Otello Cecilia Bartolis Desdemona und John Osborns titelgebende Rolle ins Rampenlicht! Der Otello, den Gioachino Rossini 1816 im Teatro del Fondo in Neapel präsentierte, ist (sehr) frei von der berühmten Shakespeare-Tragödie adaptiert. Das Libretto von Francesco Berio orientiert sich tatsächlich mehr an einem anderen Stück, das 1813 in Neapel uraufgeführt wurde: Baron Carlo Cosenzas Otello. In diesem Drama tritt die Figur des Iago zugunsten der Feindschaft zwischen dem bereits heimlich verheirateten Mohr und Rodrigo, dessen Liebe zu Desdemona unerwidert bleibt, in den Hintergrund. Das Motiv des Taschentuchs wird durch einen Liebesbrief ersetzt, dessen vermeintlicher Empfänger, Othello, glaubt, er sei für eine andere bestimmt.
Trotz der Einwände einiger Kritiker, die eine Version bevorzugt hätten, die näher am Werk des Barden bleibt, blieb Rossinis Opernadaption weltweit in Opernhäusern beliebt… bis Verdis Neufassung 1887 erschien. Rossinis Otello wird heute nur sehr selten aufgeführt: Schließlich erfordert es drei wirklich außergewöhnliche Tenöre für die Rollen, die hier erfreulicherweise John Osborn, Javier Camarena und Edgardo Rocha übernehmen. Die neue Zürcher Produktion, inszeniert von Moshe Leiser und Patrice Caurier, lässt die großartige Mezzosopranistin Cecilia Bartoli unvergesslich in die Rolle der Desdemona schlüpfen, während Muhai Tang das makellose Orchester La Scintilla dirigiert.
Cecilia Bartoli tritt mit freundlicher Genehmigung von Decca auf.
