Verdis Rigoletto
Miguel del Arco (Regisseur), Nicola Luisotti (Dirigent) — Mit Javier Camarena (Herzog von Mantua)
Besetzung
Miguel del Arco — Bühnenregisseur
Sven Jonke — Bühnenbildner
Ivana Jonke — Bühnenbildner
Ana Garay — Kostümbildner
Juan Gómez-Cornejo — Beleuchtungsdesigner
Luz Arcas — Choreograf
Javier Camarena — Herzog von Mantua
Ludovic Tézier — Rigoletto
Programmhinweise
Entdecken Sie die größten Stimmen der zeitgenössischen Opernbühne in Verdis unverzichtbarer Oper Rigoletto. Ein buckliger Hofnarr im Dienst des Herzogs von Mantua—ein verdorbener und skrupelloser Verführer (Javier Camarena)—nutzt Rigoletto (Ludovic Tézier) öffentlich seinen scharfen und grausamen Witz, um seinem Herrn bei dessen Verführungsgeschäften zu helfen. Doch privat ist er ein liebevoller Vater seiner Tochter Gilda (Adela Zaharia). Als der Herzog die Gräfin Ceprano verführt, verflucht der zurückgewiesene Ehemann den Narren, und Gilda gerät bald selbst unter den Bann des gefährlichen Verführers…
Der erste Teil von Verdis sogenannter „populärer“ Trilogie—zu der auch Il Trovatore (1853) und La Traviata (1853) gehören—Rigoletto schöpft Inspiration aus Victor Hugos Stück Le Roi s’amuse. In diesem zutiefst antimonarchistischen Stück wird der König als libertine Figur dargestellt, gegen die kein Kampf möglich ist. Um der Zensur zu entgehen, verwandelt Francesco Piaves Libretto den König des Originalstücks in einen Herzog. Dennoch bewahrt die Oper Elemente der sozialen Empörung des Ausgangsmaterials, insbesondere durch die zutiefst sympathische Darstellung des Leidens des Protagonisten. Miguel del Arco konzentriert sich in seiner Inszenierung auf die Rolle der Männlichkeit in unserer Gesellschaft und die Machtverhältnisse, die sie auferlegt. In dieser patriarchalen Welt erscheinen Frauen von männlichen Begierden gefangen und jeglicher wirklichen Emanzipationsmöglichkeiten beraubt.
Foto © Javier del Real
