Mozarts Zaide
Peter Sellars (Regisseur), Louis Langrée (Dirigent) – Mit Russell Thomas (Sultan Soliman), Morris Robinson (Osmin), Ekaterina Lekhina (Zaide) – Festival d’Aix-en-Provence
Besetzung
Peter Sellars — Bühnenregisseur
Ekaterina Lekhina — Zaide
Sean Panikkar — Gomatz
Alfred Walker — Allazim
Russell Thomas — Sultan Soliman
Morris Robinson — Osmin
Camerata Salzburg
Louis Langrée — Dirigent
Programmhinweise
Zaide, die unvollendete Oper von Mozart, in einer Inszenierung unter der Regie von Peter Sellars, die beim Festival in Aix-en-Provence 2008 im Mittelpunkt der Kontroverse stand.
Komponiert im Jahr 1780, zwei Jahre vor Die Entführung aus dem Serail, enthält Zaide Melodien von unglaublicher Erfindungskraft. Der Oper fehlen eine Ouvertüre, ein Finale und viele gesprochene Dialoge, doch die fehlenden Elemente ermöglichten es Sellars, das Werk zu erweitern und in ein großes Manifest gegen die Sklaverei zu verwandeln. Sellars’ Vision löste einen Skandal aus, wie zuvor bereits in Wien und London, doch der Cour de l’Archevêché hat schon viele Skandale erlebt.
Die Oper wird von Russel Thomas (Sultan Soliman), Ekaterina Lekhina (Zaide) und Sean Panikar (Gomatz) gespielt und steht unter der Leitung von Louis Langrée mit der Salzburg Camerata. Sellars’ Regieassistent sagte zur Aufführung: „Sie werden diese Vision wahrscheinlich nicht teilen, Sie könnten schockiert sein oder sogar gleichgültig gegenüber unserem zeitgenössischen Ansatz bleiben, doch es ist ein Geschenk, und wir hoffen, dass Sie es mit offenen Armen und offenem Geist aufnehmen werden.“
