Mozarts Lucio Silla
Claus Guth (Regisseur), Ivor Bolton (Dirigent) – Mit Kurt Streit, Patricia Petibon, Silvia Tro Santafé...
Besetzung
Claus Guth — Bühnenregisseur
Tine Buyse — Bühnenregisseur
Christian Schmidt — Bühnenbildner, Kostümbildner(in)
Manfred Voss — Beleuchtung
Ronny Dietrich — Dramaturgie
Kurt Streit — Lucio Silla
Patricia Petibon — Giunia
Silvia Tro Santafé — Cecilio
Programmhinweise
Die zentrale Figur von Mozarts Oper Lucio Silla ist inspiriert von der historischen Persönlichkeit Lucius Cornelius Sulla Felix, einem Diktator und römischen General, der im 1. Jahrhundert v. Chr. herrschte. In dieser Produktion im Teatro Real in Madrid wird eine faszinierende minimalistische Inszenierung durch die fachkundige musikalische Leitung von Ivor Bolton und ein talentiertes Ensemble ergänzt.
Komponiert, als er erst 16 Jahre alt war, bietet Mozarts Oper Lucio Silla einen unglaublichen Einblick in das kompositorische Genie des Wunderkinds. Die Uraufführung fand im Dezember 1772 in Mailand statt; seine dritte Oper und zweite opera seria ist geprägt von zeitgenössischem neapolitanischem Geschmack und zeigt die vollständige Beherrschung seiner persönlichen musikalischen Sprache durch den jungen Mozart, eine Sprache, die ihm später bei der Komposition seiner bekanntesten Meisterwerke vertraut werden sollte.
Die dramatische Handlung der Oper beginnt damit, dass sich Lucio Silla in Giunia verliebt, die Tochter seines Feindes Caius Marius, die selbst in Cecilio verliebt ist, einen römischen Senator, den Silla ins Exil geschickt hat. Giunia weist Lucio Silla zurück. Unterdessen verschwört sich seine Schwester Celia mit Cinna, dem politischen Gegner ihres Bruders, um ihn anzugreifen... Diese tiefgründige moralische Reflexion über Rache, Verrat, Ehre und Vergebung führt schließlich zu einem unerwarteten Ausgang.
