Monteverdis L'Incoronazione di Poppea
Ted Huffman (Regisseur), Leonardo García Alarcón (Dirigent) — Elsa Benoit (Poppaea), Jake Arditti (Nero) ...
Besetzung
Ted Huffman — Bühnenregisseur
Johannes Schütz — Bühnenbildgestaltung
Anna Wörl — Szenografie
Astrid Klein — Kostümbildner
Bertrand Couderc — Beleuchtung
Pim Veulings — Bewegungsregisseur
Antonio Cuenca Ruiz — Dramaturgie
Maud Morillon — Assistent Regie
Programmhinweise
Flüstern im Wind zwischen den steinernen Säulen, Dolche verborgen in den Falten der Togas, ein Marmormuster, das mit Blut befleckt ist… Welcher bessere Ort könnte für die Aufführung von Monteverdis L’incoronazione di Poppea als der Palast von Versailles selbst dienen?
Unter der Leitung des bemerkenswerten Leonardo García Alarcón und Ted Huffman erwacht dieses historische Drama mit einem Libretto von Busenello mit eindrucksvoller Relevanz zum Leben. Die Handlung erzählt von den gesellschaftlichen Aufstiegsversuchen Poppeas, einer Geliebten Neros, die seine Frau wird—und somit Kaiserin. Ihre Feinde? Mit dem Schwert getötet… So ergeht es Seneca (makellos dargestellt von Alex Rosen), stoischer Philosoph und einstiger Lehrer Neros, der sich für den Tod entscheidet, statt unter der Herrschaft des Feindes zu leben. Während die historische Quelle des Komponisten, Tacitus, ein düsteres Bild von Poppea zeichnet, erscheint Monteverdis Figur in einem ambivalenteren Licht, da sie auch zu großer Liebe fähig ist. Elsa Benoits feine Interpretation hilft dem Publikum, die Komplexität, Stärke und Mehrdeutigkeit der Figur zu schätzen.
Außerdem, wie der allegorische Prolog der Oper sagt, sind es weder Tugend noch Glück, die die Geschichte der Menschheit antreiben—es ist die Liebe selbst, wie L’incoronazione di Poppea eindrucksvoll zeigt!
Foto © Ian Rice
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