Programm

Richard Wagner, Lohengrin, WWV 75

I: Prelude (orchestral)

I: "Hört! Grafen, Edle, Freie von Brabant!"

I: "Dank, König, dir, dass du zu richten kamst!"

I: "Welch fürchterliche Klage sprichst du aus!"

I: "Seht hin! Sie naht, die hart Beklagte!"

I: "Einsam in trüben Tagen hab ich zu Gott gefleht"

I: "Friedrich, du ehrenwerter Mann, bedenke wohl, wen klagst du an?"

I: "Des Ritters will ich wahren, er soll mein Streiter sein!"

I: "Wer hier im Gotteskampf zu streiten kam für Elsa von Brabant, der trete vor!"

I: "Nun sei bedankt, mein lieber Schwan!"

I: "Heil, König Heinrich!"

I: "Wenn ich im Kampfe für dich siege"

I: "Nun hört! Euch, Volk und Edlen, mach ich kund"

I: "Nun höret mich und achtet wohl"

I: "Mein Herr und Gott, nun ruf ich dich"

I: "Durch Gottes Sieg ist jetzt dein Leben mein"

II: Introduction (orchestral)

II: "Erhebe dich, Genossin meiner Schmach!"

II: "Was macht dich in so wilder Klage doch vergehn?"

II: "Du wilde Seherin, wie willst du doch geheimnisvoll den Geist mir neu berücken?"

II: "Der Rache Werk sei nun beschworen"

II: "Euch Lüften, die mein Klagen so traurig oft erfüllt"

II: "Elsa! Wer ruft?"

II: "Entweihte Götter!"

II: "Ortrud, wo bist du?"

II: "Du Ärmste kannst wohl nie ermessen"

II: "So zieht das Unheil in dies Haus!"

II: Morgenlied

II: "Des Königs Wort und Will tu ich euch kund"

II: "Nun hört, dem Lande will er uns entführen!"

II: Procession. "Gesegnet soll sie schreiten"

II: "Zurück, Elsa!"

II: "Heil! Heil dem König!"

II: "O König! Trugbetörte Fürsten!"

II: "Welch ein Geheimnis muss der Held bewahren?"

II: "Mein Held, entgegne kühn dem Ungetreuen!"

II: "In deiner Hand, in deiner Treu"

III: Prelude (orchestral)

III: "Treulich geführt ziehet dahin"

III: "Das süsse Lied verhallt"

III: "Wie hehr erkenn ich unsrer Liebe Wesen!"

III: "Atmest du nicht mit mir die süen Düfte?"

III: "Ach, könnt ich deiner wert erscheinen"

III: "Höchstes Vertraun hast du mir schon zu danken"

III: "Hilf Gott, was muss ich hören?"

III: "Hörtest du nichts?"

III: "Tragt den Erschlagnen vor des Königs Gericht!"

III: "Heil, König Heinrich!"

III: "Was bringen die? Was tun sie kund?"

III: "Mein Herr und König, lass dir melden"

III: "In fernem Land"

III: "Mir schwankt der Boden!"

III: "Mein lieber Schwan!"

III: "Weh! Weh! Du edler, holder Mann!"

Wagners Lohengrin

Nikolaus Lehnhoff (Regisseur), Kent Nagano (Dirigent) – Mit Tom Fox (Friedrich von Telramund), Klaus Florian Vogt (Lohengrin) – Festspielhaus Baden-Baden

Abonnenten

Besetzung

Nikolaus Lehnhoff  — Bühnenregisseur

Stephan Braunfels  — Bühnenbildner

Bettina Walter  — Kostümbildner

Duane Schuler  — Beleuchtung

Denni Sayers  — Choreograf

Hans-Peter König  — Heinrich der Vogler

Klaus Florian Vogt  — Lohengrin

Solveig Kringelborn  — Elsa von Brabant

Programmhinweise

AKT 1: Alles beginnt mit einer Regierungskrise. Bevor König Heinrich gegen die Ungarn in den Krieg ziehen kann, muss er einen Führungsstreit in Brabant lösen, nachdem der Herzog gestorben ist. Vor dem Tribunal beschuldigt Friedrich von Telramund, ein Adliger aus Brabant, der den Herzogstitel beansprucht, Elsa, die Tochter des verstorbenen Herzogs, ihren eigenen Bruder Gottfried, den rechtmäßigen Erben, ermordet zu haben, der auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Ortrud, die Frau Telramunds, hat ihren Mann überzeugt, dass sie gesehen hat, wie Elsa heimlich ihren Bruder ertränkt hat, als sie spazieren gingen. Doch niemand ahnt die Wahrheit, nämlich dass Gottfried durch Ortruds Magie in einen Schwan verwandelt wurde. Zur eigenen Verteidigung ruft Elsa eine Vision hervor. Ein Ritter, der ihr im Traum erschienen ist, wird für ihre Unschuld kämpfen. Der König sieht sich gezwungen, die Angelegenheit durch einen Zweikampf zu entscheiden und vertraut dabei auf Gottes Gerechtigkeit, um das Ergebnis zu bestimmen. Die ersten beiden Aufrufe des königlichen Herolds bleiben unbeantwortet, doch als er zum dritten Mal ruft, erscheint zur Überraschung aller ein Ritter in glänzender Rüstung in einem Boot, das von einem Schwan mit einer goldenen Kette um den Hals gezogen wird – genau wie es Elsas Traum vorhergesagt hatte. Der unbekannte Ritter fragt Elsa, ob sie ihn heiraten werde, falls er in ihrem Namen siegt. Elsa vertraut dem Fremden bedingungslos und stimmt zu, wobei sie seinen rätselhaften Befehl akzeptiert, niemals nach seiner Herkunft, seiner Abstammung oder seinem Namen zu fragen. Der Fremde besiegt Telramund, verschont jedoch sein Leben.

AKT 2: Die Intrigen gehen weiter. Telramund beschuldigt seine Frau, ihn dazu angestiftet zu haben, Elsa fälschlicherweise zu belasten. Ortrud nutzt geschickt Telramunds pathologische Ambitionen, um ihre Kampagne gegen Elsa voranzutreiben, die sie für ihre Fähigkeit, bedingungslos zu lieben, hasst. Sie überzeugt Telramund, dass er der Zauberei zum Opfer gefallen ist, und ermutigt ihn zur Rache. Noch erfolgreicher ist sie darin, Elsas Misstrauen durch Unaufrichtigkeit und falsche Empathie zu wecken. Unter dem Schutz der Dunkelheit geplant, zeigen ihre Angriffe auf Elsas Unschuld und naive Vertrauen bald Wirkung. Bei Tagesanbruch, während der Hochzeitsfeier von Elsa und dem Fremden, tritt Ortrud selbstbewusst vor ihre Rivalin vor den Zuschauern. Telramund beschuldigt öffentlich Elsas Bräutigam der Zauberei und fordert ihn auf, seine Identität preiszugeben. Der Fremde weist alle Anschuldigungen von sich und erklärt, dass nur Elsa über sein Schicksal entscheiden könne. Elsas Glaube schwankt, doch sie entscheidet sich, an ihre Vision zu glauben.

AKT 3: Im Brautgemach mit ihrem unbekannten Ritter kann Elsa ihrem Verlangen nicht länger entkommen. Die Kluft zwischen den Liebenden wird unüberwindbar; Elsa muss wissen, wer ihr Ehemann ist, wenn sie sich selbst treu bleiben will. Der überwältigende Drang, die Identität des Ritters zu erfahren, wird auch von Telramund geteilt, der ins Brautgemach stürmt, bevor der Ritter antworten kann. Der Ritter tötet Telramund und befiehlt, seinen Körper vor den König zur Urteilsfindung zu bringen. Dort rechtfertigt er die Tötung Telramunds und offenbart dann seine Identität: Er ist Lohengrin, Sohn von Parsifal, Ritter des Heiligen Grals. Da er sein Geheimnis preisgeben musste, kann er nicht länger in Brabant bleiben und die Armee gegen die Eindringlinge führen; er muss nach Hause zurückkehren. Der Schwan erscheint erneut, und als Lohengrin sich von ihr verabschiedet, sagt er Elsa, dass sie mit ihrem Mangel an Glauben das Schicksal ihres Bruders besiegelt hat, den sie für tot gehalten hatte: Nach einem Jahr ungetrübten Glücks zwischen den beiden Liebenden wäre Gottfried wieder menschlich geworden. Ortrud genießt ihren Triumph und gibt zu, Gottfried verzaubert zu haben, doch ihre Magie hat ihren Zweck erfüllt, und mit ihrem Geständnis hat sie sich selbst verurteilt. Der Schwan verschwindet und wird durch Gottfried ersetzt, den Lohengrin zum neuen Herrscher von Brabant ernennt, bevor er zum Gral zurückkehrt. Elsa, die nach ihrem verlorenen Ehemann ruft, stirbt in den Armen ihres Bruders.

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