Offenbachs Hoffmanns Erzählungen
Giancarlo del Monaco (Regisseur), Alain Guingal (Dirigent) – Mit Aquiles Machado (Hoffman), Milagros Poblador (Olympia) – Palacio Euskalduna de Bilbao
Besetzung
Giancarlo del Monaco — Bühnenregisseur
Michael Scott — Bühnenbildner, Kostümbildner(in)
Wolfgang von Zoubek — Beleuchtung
Elena Kalabakas — Assistent Regie
Aquiles Machado — Hoffmann
Milagros Poblador — Olympia
Valentina Kutzarova — Giulietta
María Bayo — Antonia
Programmhinweise
Ein fantastischer Aquiles Machado, der Hoffmann interpretiert, einen jungen Helden auf der Suche nach dem romantischen Ideal.
In einer Taverne in Nürnberg offenbart eine Muse ihr Ziel, Hoffmann zu verführen, einen jungen und romantischen Charakter, der zustimmt, seinen Freund zu unterhalten, indem er die Geschichte der drei großen Lieben seines Lebens erzählt. Hoffmanns erste Liebe war Olympia, die sich schließlich als mechanische Puppe herausstellte, erschaffen vom Wissenschaftler Spalanzani. Hoffmanns zweite Liebe war Antonia, eine junge und sensible Frau mit der schönsten Stimme. Leider drohte eine mysteriöse Krankheit sie zu töten, wenn sie zu singen begann. Unter dem schädlichen Einfluss von Dr. Miracle gab sie der Versuchung nach und starb. Von Trauer überwältigt schwor Hoffmann, sich nie wieder zu verlieben. Doch Giulietta, eine venezianische Kurtisane, gelang es, den jungen Mann zu umgarnen und stiehlt Hoffmanns Spiegelbild aus einem magischen Spiegel, bevor sie in den Armen eines anderen Liebhabers, Pittichinaccio, verschwindet. Die Muse, die das Aussehen von Hoffmanns engstem Freund Nikolausse angenommen hat, offenbart dann ihre wahre Identität...
Obwohl Offenbach seinen Pariser Erfolg dank seiner komischen Werke wie La Grande-Duchesse de Gérolstein oder Orphée aux Enfers erzielte, ist Die Geschichte des Hoffmann eine fantastische Oper, die auf drei Romanen von E. T. A. Hoffmann aus dem frühen 19. Jahrhundert basiert: Der Sandmann, Rath Krespel und Das verlorene Spiegelbild. Die Geschichte des Hoffmann, hier in der Märchenproduktion von Giancarlo del Monaco, veranschaulicht die romantische Suche nach einer idealisierten Liebe, die in der Suche nach einem künstlerischen Absoluten, in der poetischen Betrachtung der Schönheit, transzendiert werden soll.
Foto: E. Moreno Esquibel
