Foto von Jacques Offenbach
Komponist
Cello

Jacques Offenbach

20. Juni 1819 - Köln (Deutschland) — 5. Oktober 1880 - Paris (Frankreich)

Über

In Deutschland als Sohn eines Musiker-Vaters, Jakob Offenbach (später „Jacques“) geboren, begann er sein musikalisches Studium am Cello, das er zunächst heimlich übte, da seine Eltern Bedenken hatten, dass er für das Instrument zu klein sei. Sein Talent überzeugte sie schließlich vom Gegenteil: Als er 14 Jahre alt war, schickten sie ihn zum Vorspielen am Pariser Konservatorium, das ihn trotz einer Regel, die Ausländern den Eintritt verbot, aufnahm. Dennoch brach er nach nur einem Jahr sein Studium abrupt ab, um seine Karriere als Musiker zu verfolgen, trat dem Orchester der Opéra-Comique bei und traf den Opernkomponisten Halévy, der sich bereit erklärte, ihm Kompositionsunterricht zu geben. Nach einer kurzen Pause in Köln während der revolutionären Bewegung von 1848 kehrte er 1850 nach Paris zurück und wurde die Leitung der Comédie-Française angeboten.

Bis 1855 war er wieder unterwegs und eröffnete sein eigenes Theater, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, auf den Champs-Élysées. Dort schuf er ein neues, stark satirisches musiktheatralisches Genre, und mit der Aufhebung strenger staatlicher Zensurpraktiken Ende der 1850er Jahre konnte er sich bald frei mit einer langen Reihe von äußerst populären Erfolgen ausdrücken. Es war seine 1858 entstandene Orphée aux Enfers, die den Ton für die komödiantischen Opern und Operetten setzte, die folgen sollten (insbesondere La Grande-Duchesse de Gérolstein, La Vie parisienne, Les Brigands, die „opéra-bouffe-féerie“ Le Roi Carotte und die patriotische Oper La Fille du Tambour-Major). Seine Karriere endete mit seinem Tod nur wenige Monate vor der Uraufführung seines ewigen Opern-Meisterwerks Les Contes d’Hoffmann („Die Geschichten des Hoffmann“), das bis heute weltweit Publikum und Kritiker gleichermaßen fasziniert.

Videos zum (Wieder)entdecken

Loading...