Rossinis Le Comte Ory
Laurent Pelly (Regisseur), Stefano Montanari (Dirigent) — Mit Dmitry Korchak (Le Comte Ory), Désirée Rancatore (La Comtesse Adèle)...
Besetzung
Laurent Pelly — Bühnenregisseur, Bühnenbilder und Kostüme
Joël Adam — Beleuchtung
Dmitry Korchak — Der Graf Ory
Désirée Rancatore — Die Gräfin Adèle
Antoinette Dennefeld — Insulating
Doris Lamprecht — Dame Ragonde
Jean-Sébastien Bou — Raimbaud
Patrick Bolleire — Der Gouverneur
Programmhinweise
Regisseur Laurent Pelly kehrt nach Lyon zurück für eine neue Inszenierung von Rossinis Le Comte Ory, die einen exotischen Einsiedler aus Palästina in einen indischen Guru verwandelt und eine junge mittelalterliche Gräfin in eine steife Bourgeoisie. Musikdirektor Stefano Montanari leitet das Orchester der Opéra de Lyon in Rossinis mitreißender Partitur, während Dmitry Korchak (Le Comte Ory), Désirée Rancatore (La Comtesse Adèle) und Antoinette Dennefeld (Isolier) als tollpatschiges Liebestrio an jeder Ecke für Heiterkeit sorgen.
Das 1828 entstandene Le Comte Ory, Rossinis derbes vorletztes Opernwerk, ist eine Mischung aus Komödie, Tragödie und Absurdität. Der Komponist verarbeitet Musik, die für die Krönung Karls X. geschrieben wurde, um Eugène Scribes urkomische mittelalterliche Farce zu vertonen, die von einer jahrhundertealten Ballade inspiriert ist. Die ursprüngliche Ballade erzählt von einem gewissen Comte Ory, einem „furchterregenden“ Herrn, der romantische Eroberungen den militärischen Feldzügen vorzieht. Die opernmäßige Neuinterpretation schildert Ereignisse, die sich in einer kleinen Stadt abspielen, während der Herr de Formoutiers auf einem Kreuzzug in Palästina ist. In seiner Abwesenheit führt der junge Graf Ory seinen eigenen Kreuzzug an der Heimatfront, indem er versucht, die Schwester von de Formoutiers, die Gräfin Adèle, zu verführen. Entschlossen und einfallsreich (um es milde auszudrücken) begibt sich Graf Ory auf eine Reihe von Verkleidungen und urkomischen Streichen, die eine endlos unterhaltsame komische Oper mit einigen von Rossinis besten Musikstücken ergeben.
Foto: © Bertrand Stofleth
