Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk
Krzysztof Warlikowski (Regisseur), Ingo Metzmacher (Dirigent) – Mit Dmitry Ulyanov (Boris Timofeevich Ismailov), John Daszak (Zinovy Borisovich Ismailov), Aušrinė Stundytė (Katerina Lvovna Ismailova)...
Besetzung
Krzysztof Warlikowski — Bühnenregisseur
Małgorzata Szczęśniak — Kostümbildner(in), Bühnenbildgestaltung
Felice Ross — Beleuchtung
Denis Guéguin — Video
Kamil Polak — Animation
Claude Bardouil — Choreograf
Christian Longchamp — Dramaturgie
Dmitry Ulyanov — Boris Timofeevich Ismailov
Programmhinweise
Erleben Sie die subversive Lady Macbeth von Mzensk, ein einzigartiges und beißendes Werk, das Shostakovichs zwiespältige Beziehung zum Stalin-Regime perfekt einfängt (weitergehend behandelt in dieser hervorragenden Dokumentation aus unserem Archiv). Lose basierend auf einer Novelle des russischen Schriftstellers Nikolai Leskow folgt das Libretto der attraktiven Katerina, unglücklich verheiratet mit dem reichen Kaufmann Zinowij Ismailow, die schließlich ihren mörderischen Impulsen nachgibt… Shostakovich sympathisierte mit seiner Antiheldin, „eine schöne und intelligente junge Frau, die in einer vulgären, käuflichen Welt erstickt… Die Morde, die sie begeht, sind keine wirklichen Verbrechen, sondern ein Ausdruck des Aufbegehrens gegen ihr schäbiges und widerliches Milieu.“ Das Werk wurde schnell von Stalin selbst zensiert, der wenig Geschmack für die Grausamkeit von Shostakovichs Realismus hatte.
In dieser Produktion an der Pariser Oper bietet der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski eine schonungslose, harte Inszenierung, die dem Geist der Oper entspricht. Dirigent Ingo Metzmacher leitet das Orchester im Graben, während auf der Bühne die Sopranistin Aušrinė Stundytė in der Hauptrolle der Katerina für Gänsehaut sorgt!
Foto © Bernd Uhlig
