Die Kriegssymphonien: Schostakowitsch gegen Stalin
Ein Porträt von Dmitri Schostakowitsch von Larry Weinstein.
Besetzung
Niederländisches Radio-Philharmonieorchester
Kirov-Orchester
Valery Gergiev — Dirigent
Programmhinweise
Begleiten Sie Schostakowitsch in seinem Kampf gegen Stalins Tyrannei und Unterdrückung in diesem bewegenden, preisgekrönten Dokumentarfilm von Larry Weinstein. Vor Ort in Moskau und St. Petersburg gedreht, vereint der Film Interviews, Archivaufnahmen und Ausschnitte aus Konzerten, um ein lebendiges Bild vom Leben und Wirken des Komponisten zu zeichnen.
Schostakowitsch bezeichnete seine Sinfonien Nr. 4 bis 9 als seine "Grabsteine für die Opfer Stalins." Diese musikalischen Meisterwerke schrieb er in einer Zeit, in der er und seine Landsleute unter einem totalitären Regime ums Überleben kämpften – eine Zeit von Massenmorden und unglaublicher Unterdrückung. Wie viele Künstler in seiner Lage nutzte der Komponist seine Musik als Waffe, und Larry Weinsteins Film ist ein Zeugnis ihrer anhaltenden Kraft. Großartige Aufführungen der Sinfonien unter der Leitung von Valery Gergiev werden mit Interviews des Dirigenten, seltenem Archivmaterial und persönlichen Erinnerungen von Schostakowitsch nahestehenden Personen verwoben. Verpassen Sie nicht diesen Gewinner des International Emmy für Best Arts Documentary, des Le Nombre d'Or Spezial-Jurypreises, des American Historical Association Best Film Award, des Golden Prague Grand Prize für Excellence in Music Programming sowie des Gemini Award für das Best Performing Arts Program!
Ich war nicht auf die Reaktion auf den Film vorbereitet, denn als er beim Golden Prague Festival gezeigt wurde, an dem viele teilnahmen, die in den ehemaligen Sowjetstaaten gelebt hatten, war die Resonanz überwältigend. Menschen, die ich nie getroffen hatte, weinten und erzählten mir, dass dies ihre Geschichte sei. Als Filmemacher versucht man, die Kraft der eigenen Arbeit zu spüren, um dieses Gefühl an andere weiterzugeben, aber diese Menschen spürten ihre offensichtliche Kraft weit mehr als ich (ein kanadischer Mittelklassebürger) je könnte. Der Film wurde zum Gegenstand umfangreicher Artikel, Debatten und politischer Rhetorik. Selbst der im Film gezeigte Dirigent, dessen Idee es ursprünglich war, den Film zu machen, fürchtete, dass er "zu politisch" geworden sei. Aber die Kraft des Themas, der düsteren Geschichte, die er darstellt, und vor allem solcher Kommentare. Welch eine Ehre, Teil dieses Prozesses gewesen zu sein. Welch eine Ehre, auch nur entfernt mit Dmitri Schostakowitsch verbunden zu sein. – Larry Weinstein
