Monteverdis La Favola d'Orfeo
Eine Verfilmung von Claude Goretta
Besetzung
Alberto Acciarito — Stellvertretender Regisseur
Alessandro Striggio — Szenografie
Jacques Bufnoir — Bühnenbildgestaltung
Gabriella Pescucci — Kostümbildner
Gino Quilico — Orpheus
Audrey Michael — Eurydike
Carolyn Watkinson — Der Bote
Danielle Borst — Proserpin
Programmhinweise
Claude Goretta erweckt die uralte Geschichte von Orpheus und Eurydike in einer frischen Adaption von Monteverdis Orfeo zum Leben.
Monteverdis sagenumwobene Oper Orfeo wurde lange Zeit als die erste jemals geschriebene Oper beschrieben. Obwohl die moderne Forschung dies widerlegt hat, bleibt das Werk eine der Säulen der westlichen Musikgeschichte, eine musikalische Schöpfung, die die Grundlagen für vieles legte, was noch kommen sollte. Wie der Musikwissenschaftler Jack Westrup erklärt, markierte Orfeo einen wichtigen Meilenstein nicht, weil es Neuland betrat, sondern weil die Vorstellungskraft Vorrang vor der Theorie hatte. Während Monteverdi vielleicht kein Revolutionär war, stellt seine Musik den Höhepunkt jahrhundertelanger musikalischer Entwicklung dar und zeigt ihn als den klaren Meister sowohl der Polyphonie als auch der Monodie.
Handlung:
Das Werk beginnt mit Hirten und Nymphen, die von der Liebe zwischen Orpheus und Eurydike singen. Plötzlich erscheint ein Bote und bringt die traurige Nachricht vom Tod Eurydikes, die beim Blumenpflücken von einer Schlange gebissen wurde. Von Trauer erfüllt, schwört ihr Verlobter Orpheus, sie in den Tiefen der Unterwelt zu finden und mit sich zurückzubringen. Um Orpheus’ Mut zu belohnen, beschließt Pluto, Eurydike zu ihrem Geliebten gehen zu lassen, unter einer Bedingung: dass er sie nicht ansieht, bis sie erfolgreich zurück im Reich der Lebenden angekommen sind. Im letzten Moment erliegt Orpheus der Versuchung und verliert seine Liebe für immer, doch der Gott Apollo lädt den jungen Helden ein, sich ihm im Himmel anzuschließen, wo er Eurydike für die Ewigkeit betrachten kann.
