Glucks Iphigenie in Tauris
Pierre Audi (Regisseur), Marc Minkowski (Dirigent) - Mit Mireille Delunsch (Iphigénie), Laurent Alvaro (Thoas), Jean-François Lapointe (Oreste)...
Besetzung
Pierre Audi — Bühnenregisseur
Michael Simon — Bühnenbildner
Anna Eiermann — Kostümbildner(in)
Jean Kalman — Beleuchtungsdesigner
Klaus Bertisch — Dramaturgie
Mireille Delunsch — Iphigenie
Laurent Alvaro — Thoas
Jean-François Lapointe — Orestes
Programmhinweise
Glucks zwei von Euripides inspirierte Iphigénie-Opern bildeten in einer Produktion von Pierre Audi im Jahr 2011 am Amsterdamer Musiktheater ein visuell und musikalisch beeindruckendes Doppelprogramm, das die dramatische Einheit zwischen Iphigénie en Aulide und der Fortsetzungsoper Iphigénie en Tauride hervorhob. Letztere Oper ist seit ihrer durchschlagend erfolgreichen Pariser Uraufführung 1779 beliebt und stellt den Höhepunkt von Glucks Opernreformen dar: eine erneute Betonung des dramatischen Bogens und der thematischen Einheit, verbunden mit klaren Gesangslinien, die von barocker Verzierung befreit sind. Die berühmten Musiciens du Louvre-Grenoble unter Marc Minkowski schufen die Atmosphäre, während die herausragenden Solisten Mireille Delunsch, Laurent Alvaro und Jean-François Lapointe Pathos und Lyrik in dieses „krönende Werk von Glucks Karriere“ (Grove Music) einbrachten.
Iphigenie, nun Hohepriesterin der Diana auf der Insel Tauris, wird von schrecklichen Träumen geplagt, in denen sie ihren Bruder Orestes tötet, um seinen Mord an ihrer Mutter Klytaimnestra zu rächen, die ihren Vater Agamemnon getötet hat. Als Orestes und sein Freund Pylades während eines Sturms auf der Insel Schiffbruch erleiden, verlangt König Thoas, dass Iphigenie sie opfert, um die Götter zu besänftigen. Nach vielen Jahren der Trennung erkennt sie ihren Bruder nicht, doch eine unerklärliche Bindung zwingt sie, große Anstrengungen zu unternehmen, um zu verhindern, dass ihr Albtraum wahr wird – selbst wenn es bedeutet, Könige oder Götter zu trotzen.
