Glucks Iphigenie in Aulis
Pierre Audi (Regisseur), Marc Minkowski (Dirigent) – Mit Véronique Gens (Iphigénie), Nicolas Testé (Agamemnon), Anne Sofie von Otter (Klytaimestra)...
Besetzung
Pierre Audi — Bühnenregisseur
Klaus Bertisch — Dramaturgie
Jean Kalman — Beleuchtungsdesigner
Anna Eiermann — Kostümbildner(in)
Michael Simon — Bühnenbildner
Nicolas Testé — Agamemnon
Laurent Alvaro — Arcas
Christian Helmer — Kalchas
Programmhinweise
Die beiden Iphigénie-Opern von Gluck, adaptiert nach den Stücken von Euripides, werden selten zusammen aufgeführt. Diese beeindruckende Produktion von 2011 unter der Leitung von Pierre Audi am Amsterdamer Musiktheater war Teil einer Sonderveranstaltung, die die dramatische Einheit zwischen Iphigénie en Aulide (basierend auf Racines Tragödie Iphigénie) und Glucks Nachfolger Iphigénie en Tauride hervorhob. Während letzteres seit langem zum Repertoire gehört, hatte ersteres nie seine großen Anhänger – wie Wagner, der eine deutschsprachige Version schrieb – und wurde in den letzten Jahren von einem breiteren Publikum freudig wiederentdeckt. Les Musiciens du Louvre-Grenoble, unter dem stets fähigen Dirigat von Marc Minkowski, spielen die opulente Partitur, während die Hauptdarsteller Vèronique Gens, Nicolas Testé und Anne Sofie von Otter dafür sorgen, dass das zeitlose Drama in einer deutlich modernen Inszenierung so dringlich wie eh und je wirkt.
Die griechische Armee, auf dem Weg nach Troja, steckt in einem windstillen Meer fest. Diana, die Göttin der Jagd, verlangt von König Agamemnon, seine Tochter Iphigenia zu opfern, um günstige Winde für die Flotte zu gewährleisten. Die junge Frau kommt in Aulide an, wo ihr Opfer stattfinden soll, doch ihre Mutter Klytaimnestra bittet Iphigenias Verlobten Achilles, sie zu schützen – und schließlich gibt Agamemnon, voller Reue, nach. Um ihr Volk zu retten, das weiterhin wünscht, dass sie das Opfer zugunsten der gestrandeten Flotte vollzieht, ist Iphigenia bereit, ihr Leben zu geben, doch Diana – in einer bedeutenden Abweichung vom ursprünglichen Mythos – besinnt sich letztlich und weiht Iphigenias Heirat mit Achilles.
