Handels Giulio Cesare
David McVicar (Regisseur), William Christie (Dirigent) – Mit Sarah Connolly (Cesare), Danielle de Niese (Kleopatra)...
Besetzung
David McVicar — Bühnenregisseur
Brigitte Reiffenstuel — Kostümbildner
Paule Constable — Beleuchtung
Andrew George — Bewegungsregisseur
Sarah Connolly — Cesare
Alexander Ashworth — Kuriosität
Patricia Bardon — Cornelia
Angelika Kirchschlager — Sesto
Programmhinweise
David McVicars Triumph 2005 in Glyndebourne: Giulio Cesare, mit Sarah Connolly und Danielle de Niese, eine Oper voller überwältigender Leidenschaften und Machtkämpfe auf Leben und Tod!
Es ist 49 v. Chr., und Julius Caesar und Pompeius der Große sind in einem Kampf um die Kontrolle über das Römische Reich verstrickt. Als Caesar siegt und Ägypten erobert, sucht der besiegte Pompeius Hilfe bei Ptolemaios, dem Sohn eines früheren Verbündeten. Äußerst unkooperativ ermordet Ptolemaios Pompeius und bietet dann dessen Kopf Caesar als Geschenk an, in der Hoffnung, die Gunst des mächtigen Feldherrn zu gewinnen. Caesar ist von Ptolemaios angewidert und verärgert, dass dies ihn daran hindert, Frieden mit Pompeius zu schließen. Cornelia beklagt den Tod ihres Mannes Pompeius, und ihr Sohn Sesto schwört Rache.
Ein neuer Akteur betritt die Bühne: Ptolemaios’ Schwester Kleopatra sucht ebenfalls Caesars Gunst, in der Hoffnung, ihren Bruder zu stürzen und den Thron Ägyptens für sich zu beanspruchen. Kleopatra besucht Caesar in der Gestalt von Lydia, einer der Hofdamen der Königin. Caesar verliebt sich sofort, doch ihr Liebesspiel wird durch das Eintreffen von Cornelia und Sesto unterbrochen, die Pompeius’ Schwert zurückfordern wollen. Gemeinsam begeben sie sich zum Palast Ptolemaios’. Unterdessen hat der Diener Achilla Ptolemaios über Caesars Zorn informiert, wodurch der junge Herrscher davon abgehalten wird, sich auf Caesar zu verlassen, und sogar anbietet, Caesar im Austausch für Cornelias Hand zu töten. Als Caesar, Cornelia und Sesto im Palast eintreffen, verliebt sich der ägyptische König sofort in Cornelia, nimmt sie gefangen und verrät damit das Versprechen, das er Achilla gegeben hatte.
Giulio Cesare wurde 1724 in London an der Royal Academy of Music unter der persönlichen Leitung Händels uraufgeführt. Diese innovative Inszenierung der Aufführung von 2005 mit kolonialen Kostümen und Kulissen verlegt die Oper ins Ägypten des späten 19. Jahrhunderts und stellt die Römer als die besetzenden Briten dar. McVicars Regie feiert sowohl die komischen als auch die tragischen Dimensionen der Figuren der Oper. Das Werk enthält zudem eine der schönsten Partituren Händels, und das musikalische Genie des Komponisten wird durch William Christies Arbeit mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment noch verstärkt. Was die beiden Stars betrifft, so verkörpert Sarah Connolly einen imposant kraftvollen, aber streng gerecht denkenden Caesar, während Danielle De Niese die rätselhafte Figur der Kleopatra kunstvoll durch abwechselnd schelmische und herzliche Arien zum Leben erweckt.
- Folgen Sie Danielle De Niese bei den Proben zu Giulio Cesare in Glyndebourne!
