Ravels L'Enfant et les Sortilèges
Laurent Pelly (Regisseur), Kazushi Ono (Dirigent) – Mit Khatouna Gadelia (Kind), Élodie Méchain (Mutter)...
Besetzung
Laurent Pelly — Bühnenregisseur
Barbara de Limburg — Bühnenbildner
Laurent Pelly — Kostümbildner(in)
Joël Adam — Beleuchtung
Jean-Jacques Delmotte — Kostümbildner(in)
Khatouna Gadelia — Kind
Élodie Méchain — Mutter / Chinesische Tasse / Libelle
Elliot Madore — Großvateruhr / Die Katze
Programmhinweise
Kazushi Ono und Laurent Pelly präsentieren eine inspirierte und poetische Interpretation von Ravels klassischer Kinderoper, L'Enfant et les Sortilèges.
Ravels L'Enfant et les Sortilèges ist eine lyrische Fantasie basierend auf einem Libretto der großen französischen Autorin Colette (alias Helen Simpson) für ihre Tochter. Die Partitur blieb über Jahre hinweg unvollendet während einer schwierigen Phase im Leben des Komponisten, als er sowohl den Tod seiner Mutter als auch seine eigene lähmende Krankheit bewältigen musste. Am Ende vollendete Ravel die Partitur erfolgreich, eine Vertonung, die perfekt zu Colettes Text passt, verbunden durch einen grausamen Lyrismus und einen beeindruckend freien Umgang mit traditionellen Formen. Das Werk vereint zahlreiche Stile in einem Pastiche von allem, von Jazz bis hin zu „orientalischer“ Musik, um ein harmonisches und lebendiges musikalisch-literarisches Meisterwerk zu schaffen.
Die Oper erzählt die Geschichte eines ungezogenen Kindes, das nicht auf seine Mutter hört und sich in ihrer Abwesenheit schlecht benimmt, nur um bestraft zu werden, als sie zurückkehrt. Allein gelassen, um über seine Fehler nachzudenken, wirft das Kind einen zerstörerischen und lauten Wutanfall. Als es sich beruhigt, versucht es, sich auf den Stuhl zu setzen, doch dieser humpelt plötzlich davon. Sein Zimmer erwacht zum Leben! Das Kind erkennt, dass es die Haushaltsgegenstände und Tiere verletzt hat, die sich nun verbündet haben, um Rache zu nehmen. Sie stürzen sich auf ihn. Das Eichhörnchen wird im Kampf verletzt, und in einer unerwarteten Handlung verbindet das Kind seine Pfote mit einem Band. Die Tiere und Gegenstände bemerken, dass auch er verletzt ist. Besorgt umringen sie ihn und versorgen seine Wunden. Als das Licht im Haus angeht, kehren die belebten unbelebten Gegenstände an ihre Plätze zurück und loben die neu gefundene Freundlichkeit und Weisheit des Kindes.
Foto: © Simon Annand
