Programm

Wolfgang Amadeus Mozart, Die Schuldigkeit des ersten Gebots, K.35

Sinfonia

"Die löblich’ und gerechte Bitte"

"Mit Jammer muß ich schauen"

"So vieler Seelen Fall"

"Ein ergrimmter Löwe brüllet"

« Was glaubst du? »

« Erwache, fauler Knecht »

"Hat der Schöpfer dieses Lebens"

"Daß Träume Träume sind"

"Ist dieses, o so zweifle nimmermehr"

"Schildre einen Philosophen"

"Wen hör’ ich nun hier in der Nähe"

"Manches Übel will zuweilen"

"Er hält mich einem Kranken gleich"

"Laßt mich eurer Gnade Schein"

Mozarts Die Schuldigkeit des ersten Gebots

John Dew (Regisseur), Josef Wallnig (Dirigent) — Mit Michiko Watanabe (Göttliche Gerechtigkeit), Bernhard Berchtold (Geist des Christentums), Cordula Schuster (Göttliche Barmherzigkeit)...

Abonnenten

Besetzung

John Dew  — Bühnenregisseur

Heinz Balthes  — Bühnenbildgestaltung

José-Manuel Vázquez  — Kostümbildner(in)

Michiko Watanabe  — Göttliche Gerechtigkeit

Bernhard Berchtold  — Geist der Gerechtigkeit

Cordula Schuster  — Göttliche Barmherzigkeit

Peter Sonn  — Ein Christ

Christiane Karg  — Weltoffenheit

Programmhinweise

Innerhalb der Großen Halle des Salzburger Mozarteums erklingt eine Oper mit kindlichen, fast schon grotesken Melodien und einem göttlichen Sinn für Musikalität. Beim Salzburger Festspiel 2006 erwachen zahlreiche allegorische Figuren in John Dews farbenfrohen Kostümen und komischer Inszenierung zum Leben, die an Bilder eines Kindertheaterstücks erinnern – was passend ist, da der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart kaum elf Jahre alt war, als er diese allererste Oper komponierte.

Seit ihrer Enthüllung im März 1767 erhielt Die Schuldigkeit im Universitätszeitungsbericht reichlich Lob für die Qualität ihrer Komposition. Zweifellos unterstützt von seinem Vater komponierte Mozart nur den ersten Teil, den er als ein „geistliches Singspiel“ beschrieb; Michael Haydn und Anton Cajetan Adlgasser komponierten die beiden folgenden Teile, die uns heute verloren sind. Mozarts Werk ist eher einem Oratorium als einer Oper ähnlich und teilt viele Merkmale mit dem Singspiel, einer halb gesungenen, halb gesprochenen Form, die im 19. Jahrhundert in der deutschen Oper prominent wurde.

In derselben Stadt, in der Mozarts Talent geboren wurde, erwachen Jahrhunderte später erneut die allegorischen christlichen Figuren der „Göttlichen Gerechtigkeit“, der „Göttlichen Barmherzigkeit“ und des „Geistes des Christentums“ abwechselnd, um schlafende Christen aufzuwecken und sie aus dem Einfluss des „Geistes der Welt“ zu befreien. Diese skurrile, komische Schöpfung zeigt bereits die bemerkenswerte Sicherheit, mit der Mozart viele der zeitlosen Favoriten des Operngenres komponieren sollte.

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

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