Programm

Ludwig van Beethoven, Fidelio, Op. 72

Overture

I: "Jetzt, Schätzchen, jetzt sind wir allein"

I: "Der arme Jaquino! Ich war ihm sonst recht gut"

I: "O wär ich schon mit dir vereint"

I: "Marzelline, ist Fidelio noch nicht zurück?"

I: "Mir ist so wunderbar"

I: "Höre, Fidelio"

I: "Hat man nicht auch Gold beineben"

I: "Ihr könnt das leicht sagen, Meister Rocco"

I: "Gut Söhnchen, gut"

I: Marsch

I: "Ha! Welch ein Augenblick!"

I: "Hauptmann! Besteigen Sie mit einem Trompeter..."

I: "Jetzt, Alter, jetzt hat es Eile!"

I: "Abscheulicher! Wo eilst du hin?"

I: "Aber Marzelline! Früher, da war ich der gute"

I: "O welche Lust, in freier Luft den Atem leicht zu heben!"

I: "Nun sprecht, wie ... "-"Ach Vater, eilt"-"Verwegner .."

I: "Leb wohl, du warmes Sonnenlicht"

II : "Gott! Welch Dunkel hier! - In des Lebens Frühlingstagen"

II: "Wie kalt ist es in diesem unterirdischen Gewölbe" - "Nur hurtig fort, nur frisch gegraben"

II: "Er erwacht"

II: "Euch werde Lohn in bessern Welten"

II: "Alles ist bereit"

II: "Er sterbe! Doch er soll erst wissen» - «Vater Rocco! Der Herr Minister ist angekommen" - "Es schlägt der Rache Stunde"

II: "O namenlose Freude"

II "Heil sei dem Tag"

II: Des besten Königs Wink und Wille

II: Du schlossest auf des Edien Grab

II: Wer ein holdes Weib errungen

Beethovens Fidelio

David Bobée (Regisseur), Laurence Equilbey (Dirigentin) - Mit Sinéad Campbell-Wallace (Leonore), Stanislas de Barbeyrac (Florestan), Christian Immler (Rocco)...

Abonnenten

Besetzung

David Bobée  — Bühnenregisseur, Bühnenbildner

Sabine Siegwalt  — Kostümbildner

Stéphane Babi Aubert  — Beleuchtungsdesigner

Sinéad Campbell-Wallace  — Leonore

Stanislas de Barbeyrac  — Florestan

Christian Immler  — Rocco

Sebastian Holecek  — Don Pizarro

Hélène Carpentier  — Marzelline

Programmhinweise

Nach nicht weniger als neun Jahren Arbeit, drei Überarbeitungen, einer Fülle von Librettisten und einer Vielzahl von Nachbesserungen präsentierte Beethoven schließlich die endgültige Version seiner einzigen Oper: Fidelio. Als großer Bewunderer der Aufklärungsbewegung erkundet der Komponist diese Idee durch den Triumph der Liebe über politische Unterdrückung. Schwankend zwischen gesprochenen Dialogen und gesungenen Melodien folgt die Oper der Struktur eines Singspiels – einem Opernstil, der der französischen Tradition des opéra-comique sehr ähnlich ist. Hier bieten uns das Accentus Ensemble und das Insula Orchestra unter der musikalischen und szenischen Leitung von Laurence Equilbey und David Bobée eine modernere und dramatischere Aufführung. 

Inspiriert von dem Theaterstück Léonore ou l’amour conjugal schafft der Librettist Joseph Sonnleithner seine Version des Gefangenen Florestan, der im 12. Jahrhundert in Spanien von seinem Erzfeind Don Pizarro gefangen genommen wurde. Um ihren Ehemann zu befreien, dringt Léonore in der Gestalt eines Mannes namens Fidelio in das Gefängnis ein. Die Oper beginnt damit, dass Fidelio seinen nächsten Schritt plant, nachdem er das Vertrauen des Gefängniswärters Rocco gewonnen hat. Der Protagonist erfährt, dass Don Pizarro plant, Florestan zu töten. Erst im zweiten Akt entdecken wir Florestan allein in seinem Gefängnis eingesperrt, der nach seiner Frau weint und sich auf den Tod vorbereitet. Kurz bevor Pizarro den letzten Schlag gegen Florestan ausführt, wird er von der mutigen Léonore erstochen. Die Oper endet mit der Ankunft von Don Fernando, der schließlich Pizarros Machenschaften ein Ende setzt und sowohl Florestan als auch Léonore befreit, was den Triumph der Liebe über politische Unterdrückung markiert. 

In einer minimalistischen und zeitgenössischen Inszenierung, die die dunkle und bedrückende Atmosphäre hervorhebt, glänzen die Sänger des Abends, Stanislas de Barbeyrac (Florestan), Sinead Campbell-Wallace (Léonore), Christian Immler (Rocco) und Sebastian Holececk (Don Pizarro).
 

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

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