Programm

Johann Sebastian Bach, Italian Concerto in F Major, BWV 971

Johann Sebastian Bach, Partita No. 4 in D Major, BWV 828

François Couperin, La Visionnaire

François Couperin, Les Ombres errantes

François Couperin, Passacaglia

Johann Jakob Froberger, Fantaisie

Kenneth Gilbert, Cembalo und Orgel

Private Musikstunden

Abonnenten

Besetzung

Kenneth Gilbert  — Lehrer, Tastatur

Olivier Baumont  — Cembalo, Organum (Student)

Olivier Bernager  — Eine Kollektion vorgeschlagen von

François Manceaux  — Eine Kollektion von

Programmhinweise

In diesem Meisterkurs erneuert Kenneth Gilbert die Bekanntschaft mit einem ehemaligen Schüler, der inzwischen ein etablierter Künstler geworden ist, Olivier Baumont. Es folgt ein faszinierender Dialog, der sich sowohl auf das Cembalo als auch auf die Orgel konzentriert, zwei Instrumente, die der kanadische Künstler mit gleicher Fertigkeit spielt.

Zwei Männer, Kenneth Gilbert in seiner Blütezeit, langsam im Sprechen und selbstsicher, und Olivier Baumont, ein jüngerer Künstler, zerzaust und tiefgründig, sitzen an einem historischen Cembalo und diskutieren über Couperin, Bach und Froberger. Der Meister gibt seine Sichtweise mit einer sanften, gleichmäßigen Stimme wieder. Es liegt in seiner Natur, Dinge aus einer objektiven Distanz zu betrachten: Sein Ansatz ist zugleich enzyklopädisch und praktisch. Er ist mit den Nuancen der Sprache ebenso vertraut wie mit denen der Musik. Ein großer Teil dieser "Stunde" konzentriert sich daher auf einen bemerkenswerten Begriff, der schwer zu fassen ist: guter Geschmack, der bon goût, der in den Kommentaren Couperins wiederholt erwähnt wird. Wie sollen wir etwas interpretieren, das seinen Zeitgenossen bereits entging? Wie können wir mit unserem heutigen Wissen, so umfassend es auch sein mag, jenes goldene Mittelmaß finden, das die feinsten Komponisten des "Grand siècle", Männer wie Couperin, Marais, D'Anglebert, als ihr oberstes Ziel festlegten? Die Antwort liegt in den subtilen Details der Interpretation: die Geschwindigkeit eines Trillers, die Wendung einer Phrase, ein bestimmtes Ornament.

Die Schönheit dieses Films besteht darin, uns die Relativität der Dinge spüren zu lassen. Klugerweise impliziert sein Thema, dass wir vorsichtig sein müssen im Umgang mit dem, was uns die Geschichte hinterlassen hat. Bescheiden gesteht er ein: "Es gibt keine Kenneth Gilbert Schule... Aber vielleicht gibt es eine Haltung, die darin besteht, eine persönliche Auseinandersetzung mit den Werken zu suchen, natürlich im Rahmen von Stil und gutem Geschmack." Welch ein Gegensatz zu dem starren Bild, das zu oft mit den Pionieren der Barock-Renaissance der 1980er Jahre verbunden wurde!

Private Musikstunden: zwölf äußerst einflussreiche Programme, die zwischen 1987 und 1991 vom französischen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Das Leitprinzip von Olivier Bernager und François Manceaux war es, die Kunst der führenden Interpreten unserer Zeit einzufangen, live im Konzert, aber vor allem auch in einer Unterrichtssituation.

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