Programm

Juan Tizol/Martial Solal, Caravan

Duke Ellington/Martial Solal, Medley "Prelude To A Kiss" and "Satin Doll"

Martial Solal/Charles Trenet, Que reste-t-il

Thelonious Monk/Miles Davis/Martial Solal, Round About Midnight

Dizzy Gillespie/Martial Solal, A Night In Tunisia

Vincent Youmans/Martial Solal, Tea For Two

Duke Ellington/Martial Solal, Solitude

Dizzy Gillespie/Martial Solal, Boblicity

Martial Solal, Ah Non!

George Gershwin, Foggy Day

John Green/Edward Heyman/Martial Solal, Body And Soul

Martial Solal Klaviersolo in München

Münchner Sommer Klavierfestival 1999

Abonnenten

Besetzung

Martial Solal  — Klavier

Programmhinweise

Geboren 1927 in Algier, studierte Martial Solal klassische Musik in der Schule, bis er 1942 von der Vichy-Regierung aufgrund der jüdischen Abstammung seiner Eltern ausgeschlossen wurde. Von da an brachte er sich das Klavierspielen selbst bei, indem er zu Hause Musik im Radio nachahmte, seinem Instinkt und seinem gottgegebenen Gespür für Melodie folgend. Nach dem Krieg zog er nach Paris und begann eine lange Karriere, in der er mit Größen wie Django Reinhardt, Sidney Bechet und Don Byas zusammenarbeitete, Exilanten, die die Nachkriegsszene in Paris prägten. Vielleicht am bekanntesten ist er für seinen erhabenen Soundtrack zu Jean-Luc Godards New-Wave-Meisterwerk von 1960, À bout de souffle. Solal hat eine fast acht Jahrzehnte währende Karriere als produktiver Jazzmusiker vorzuweisen, wobei er seine ersten Konzerte im Alter von 15 Jahren gab.

Hier bereichert er die Ausgabe 1999 des Munich Summer Piano Festival mit einem Solokonzert, das als Abend mit einem wahren Veteranen des Jazzpianos angekündigt wurde. Auf dem Programm standen Hommagen an einen weiteren Pionier der aufblühenden Big-Band-Komposition, Duke Ellington, sowie an den großen Verführer Thelonious Monk und Interpretationen von Klassikern wie „Caravan“ und „Foggy Day“. Solal erwacht bei jedem Stück zum Leben und verkörpert dessen innere Eigenheiten durch Wechsel in seinem Spielstil. Ein besonderes Highlight ist sein Originalstück „Ah, Non!“. Ein Anblick, der sich lohnt.

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