Das Hal Singer Quintett Live in Paris
Maison de la Radio 1970
Besetzung
Hal Singer — Tenorsaxophon
Roger Paraboschi — Schlagzeug
Dany Doriz — Vibraphon
Pierre Sim — Kontrabass
André Persiany — Klavier
Programmhinweise
Sanft und anspruchsvoll – so könnte man den Klang von Hal Singer definieren, einem Bandleader und Saxophonisten, der Jazz und R&B miteinander verband. Doch die Zugänglichkeit, die er bot, verbarg eine harte Musikalität und mühsam erarbeitete Komplexität, etwas, das nach ein paarmaligem Hören klarer zu erkennen ist, wenn man sich auf seine zarten, heiseren Klangfarben und sein meisterhaftes Timing einstellt. In New York, in den 40er, 50er und 60er Jahren, entwickelte er seinen Stil, schrieb den Standard „Cornbread“, der schließlich zu seinem Spitznamen wurde, und arbeitete mit Größen wie Roy Eldridge und Coleman Hawkins zusammen. Singer zog Anfang 20 aus Tulsa, Oklahoma, dorthin, wo er ein Überlebender des Tulsa Race Massacre von 1921 war.
In den mittleren 60er Jahren tourte Singer mit dem legendären Pianisten Earl Hines durch Europa und entschied sich, in Paris zu bleiben. Während dieser Zeit arbeitete er mit amerikanischen Ikonen zusammen, die vorbeikamen, wie Duke Ellington und seinem Orchester, und trat weiterhin als Bandleader auf. Hier, in Paris im Jahr 1970, präsentiert er ein abwechslungsreiches Repertoire, das Standards wie „Autumn Leaves“ und „Summertime“ sowie Bluesstücke von Cannonball Adderley und mehr umfasst.
