Chick Corea und Friedrich Gulda, Das Treffen in München
Münchner Sommer Klavierfestival 1982
Besetzung
Chick Corea — Klavier
Friedrich Gulda — Klavier
Programmhinweise
Friedrich Gulda und Chick Corea ... es ist passend, dass dieses Konzert einfach „The Meeting“ genannt wurde, da diese Kombination zweier herausragender Veteranen für das Publikum in jener Nacht 1982 beim Münchner Sommerklavierfestival monumental gewirkt haben muss. Über eine 50-jährige Karriere hinweg war Gulda als einer der Musiker bekannt, die die Barriere zwischen Jazz und Klassik durchbrachen, ebenso berühmt für Interpretationen von Mozart, Beethoven und Bach wie für seine Ausflüge in den Jazz ab Mitte der 50er Jahre, wo er „den rhythmischen Antrieb, das Risiko, den absoluten Gegensatz zum blassen, akademischen Ansatz“ fand, den er gelernt hatte. Corea war ebenfalls ein Pianist, der über die Grenzen seines prägenden Stils hinausging. Der 25-fach Grammy-prämierte Veteran war ein Bezugspunkt nicht nur im Jazz, sondern auch in der lateinamerikanischen Musik, Fusion und klassischen Interpretation.
Gemeinsam erarbeiteten sie ein exquisites Set von nur wenigen Stücken, das zwischen Miles Davis und Johannes Brahms pendelte, während sie Werke von Frank Churchill, dem amerikanischen Komponisten und Filmkomponisten, bekannt für seine Soundtracks zu Bambi und Schneewittchen, sowie von Guldas Landsmann und Zeitgenossen, dem österreichischen Pianisten Fritz Pauer, besuchten. Eine schöne und subtile Verbindung von Geistern, die endlose Möglichkeiten für Komplexität und Einfallsreichtum bot.

