Bobby McFerrin, Live in München
Münchner Sommer Klavierfestival 1988
Besetzung
Bobby McFerrin — Jazzsängerin
Herbie Hancock — Klavier
Programmhinweise
Ob er nun die Geräusche von Autos, Herzschlägen, Schlagzeugen, Flöten, Blockflöten oder allem, was das Gehirn sich vorstellen kann, imitiert – Bobby McFerrin zählt sicherlich zu den beeindruckendsten Live-Performern aller Zeiten. Hier, bei einem Auftritt 1988 in München, befindet er sich an einem Wendepunkt seiner Karriere: Er stand kurz davor, „Don’t Worry, Be Happy“ zu veröffentlichen, einen Titel, der ihn zu einem bekannten Namen machen sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch ein starkes Überraschungsmoment, balancierte zwischen Schönheit und Humor und begeisterte das Publikum mit einer guten Portion Albernheit und jeder Menge hart erarbeiteter Virtuosität.
Tatsächlich hatte McFerrin seine Stimme fünf Jahre lang trainiert, bevor er überhaupt etwas aufnahm. In seinen frühen Dreißigern ging er sogar so weit, zwei Jahre lang keine anderen Sänger zu hören, um sicherzustellen, dass er einzigartig und authentisch klang. Es ist eine engagierte Methode, die sich jedoch enorm ausgezahlt hat. Hier liefert er vier atemberaubende Improvisationen, bevor er sich dem berühmten „Somewhere Over the Rainbow“ und Monks Meisterwerk „Round’ Midnight“ widmet, bei dem er von niemand Geringerem als Herbie Hancock begleitet wird.