Piotr Anderszewski, Unruhiger Reisender von Bruno Monsaingeon
Erweitert mit exklusivem, bisher nie gesehenem Kommentar des Regisseurs
Besetzung
Piotr Anderszewski — Klavier
Programmhinweise
Lernen Sie den talentierten Pianisten Piotr Anderszewski kennen, der in diesem Dokumentarfilm, der von Bruno Monsaingeon inszeniert wurde, seine aufrichtigsten Gefühle und Reflexionen teilt – ein wahrhaftiges Roadmovie, das in der Heimat des Künstlers, Polen, spielt.
Bruno Monsaingeon hat einen großen Teil seines Lebens damit verbracht, Filme über die größten Musiker unserer Zeit zu machen und dabei seine leidenschaftliche Sicht auf Künstler mit uns zu teilen. Jeder seiner Filme ist das Ergebnis vieler Jahre, die er mit dem Künstler verbracht hat (Gould, Richter, Menuhin, Oistrach) oder – im Gegenteil – das Resultat eines plötzlichen Impulses oder einer Liebe auf den ersten Blick – was vielleicht auf Piotr Anderszewski, den „unruhigen Reisenden“, zutrifft: ein fantastisch lebendiges Porträt dieses nonkonformistischen Pianisten.
Irgendwo zwischen Dokumentarfilm und Fiktion nimmt uns dieses Roadmovie (oder technisch gesehen, ein Eisenbahnfilm) mit auf eine Winterreise durch Polen bis nach Budapest, in einem Zug, in dem der Pianist sein Konzertflügel mitgebracht hat... Anderszewski teilt im gesamten Film seine innersten Gedanken über Musik und seine künstlerischen Prüfungen und offenbart seine wahre Natur, großzügig, aber gequält.
Von Warschau nach Budapest, über Zakopane und Posen, entdeckt Piotr Anderszewski sein Heimatland im gemächlichen Tempo des Zuges neu, gibt hier und dort Konzerte und lädt uns ein, ihn zu begleiten… Es ist tatsächlich eine dreifache Reise, meisterhaft inszeniert von Bruno Monsaingeon, mit einer ständigen Reflexion zwischen der inneren Reise des Künstlers, der nostalgischen Reise, die ihn zurück in sein Heimatland führt, und der Reise eines Solisten, der weltweit über hundert Konzerte im Jahr gibt.
Ein brillant konstruierter Film, zutiefst poetisch und emotional, bereichert durch exklusive, bisher nie gezeigte Kommentare des Regisseurs.