
Piotr Anderszewski
4. April 1969 - Warschau (Polen)
© Marc Ribes licensed to Virgin Classics
Über den Künstler
Die Musikwelt im Sturm erobernd, nicht durch Spielen, sondern durch Nicht-Spielen, ist der polnische Pianist Piotr Anderszewskis höchster Akt der Selbstkritik beim Leeds Klavierwettbewerb 1990 ein Produkt tiefgreifender musikalischer Integrität und anspruchsvoller Maßstäbe, Eigenschaften, die ihn dazu geführt haben, eines der anspruchsvollsten Werke im Klavierrepertoire, Beethovens Diabelli-Variationen, fast zu seinem persönlichen Eigentum zu machen. Immer rigoros und originell in seiner Musikauswahl, von Bach bis Webern, hat seine Erkundung der poetischen Welt von Szymanowskis Klavierwerken eine Bühne für sein fantasievolles Spektrum an Klavierfarben geboten.
- 1975: Beginnt im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen.
- 1987: Nach dem Studium an der Chopin-Akademie in Warschau und den Konservatorien in Lyon und Straßburg verbringt er ein Jahr an der University of Southern California. Später studiert er bei Murray Perahia, Fou Ts’ong und Leon Fleisher.
- 1990: Beim Internationalen Klavierwettbewerb in Leeds sorgt er für Aufsehen, als er – obwohl er realistische Chancen auf den ersten Preis hat – mitten im Halbfinale aufhört zu spielen, da er sein Spiel für nicht zufriedenstellend hält.
- 1991: Debüt in der Wigmore Hall in London.
- 1999: Szymanowski-Preis.
- 2001: Erste Aufnahme bei Virgin Classics: Beethovens Diabelli-Variationen, ebenfalls dokumentiert vom Filmemacher Bruno Monsaingeon.
- 2001–06: Zahlreiche Auszeichnungen für seine Aufnahmen, darunter der Gilmore Artist Award 2002, der Royal Philharmonic Society Award als „Instrumentalist des Jahres“ und ein Grammy im Jahr 2006.
- 2010: Dokumentarfilm von Bruno Monsaingeon über seine Interpretation von Schumanns Klaviermusik.
- 2010-2011: Tournee in den Vereinigten Staaten mit dem Scottish Chamber Orchestra, das er während Mozarts Konzerten vom Klavier aus dirigierte.