Madama Butterfly: Eine Dokumentation
Untersuchungen zu Robert Wilsons Produktion in Amsterdam
Besetzung
Robert Wilson — Bühnenregisseur, Bühnenbildner
Edo de Waart — Dirigent
Cheryl Barker — Cio-Cio San
Martin Thompson — F.B. Pinkerton
Programmhinweise
Es ist das erste Mal, dass Dirigent Edo de Waart und Bühnenregisseur Robert Wilson eine Version von Puccinis Madame Butterfly präsentieren: Das Ergebnis ist eine höchst originelle Aufführung.
Als Benjamin Franklin Pinkerton, Leutnant der US-Marine, die 15-jährige Geisha Cio-Cio San (Frau Schmetterling auf Japanisch) trifft, findet er sie so exotisch schön, dass er sie heiratet, und die beiden Liebenden bekommen schnell ein Kind. Doch der Amerikaner bleibt nur kurze Zeit in Nagasaki und kehrt schließlich in die Vereinigten Staaten zurück, wo er eine andere junge Frau heiratet, diesmal eine Amerikanerin. Jahre später kehrt Pinkerton mit seiner neuen Frau nach Japan zurück, um seinen Sohn mit nach Amerika zu nehmen, damit dieser eine Ausbildung erhalten kann. Die lang erwartete Rückkehr Pinkertons nach Japan bringt Frau Schmetterling Verzweiflung, die sich schließlich das Leben nimmt.
Robert Wilson strebte eine verfeinerte Inszenierung an, jenseits all des „falschen Japan, Kirschblüten und all der traditionellen Klischees über die japanische Kultur.“ Die Ästhetik dieser Produktion und das Schauspiel sind stark vom Butoh inspiriert, einer japanischen Tanzform, die sich durch Zeitlupe, Poesie und Minimalismus auszeichnet. Diese Inszenierung ist ungewöhnlich und manchmal herausfordernd für die Sänger und den Dirigenten, die diese Erfahrung in diesem Dokumentarfilm mit uns teilen.