Einführung in Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur, BWV 1048
Von Nikolaus Harnoncourt. Concentus Musicus Wien
Besetzung
Concentus Musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt — Dirigent
Programmhinweise
Nikolaus Harnoncourt und Bach, diese beiden Namen, die perfekt zusammenpassen, treffen hier wieder für das komplette Brandenburgische Konzert aufeinander.
"Das dritte Brandenburgische Konzert ist eine Art Demonstration. Es ist das einzige Demonstrationskonzert dieses typischen italienischen Barockinstruments – der Violine. Das mag ein wenig seltsam klingen, aber Bratschen, Celli und Kontrabässe sind nichts anderes als vergrößerte Violinen. Diese Streicherschreibung – sie verwendet bis zu neun Stimmen – ist so dicht! Ich habe das Gefühl, sie strahlt eine südliche Klangfülle aus, ein wirklich italienisches Gefühl. Die Violine ist zweifellos ein südliches Instrument, und im letzten Satz dieses Konzerts kann man die warme Adriabrise sehr deutlich hören." (Nikolaus Harnoncourt)
Bachs Brandenburgische Konzerte, benannt nach ihrem Widmungsträger, dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, gehören seit der Gründung seines Ensembles Concentus musicus zum festen Repertoire von Nikolaus Harnoncourt. Das Ensemble hat sie aufgenommen und auf seinen Tourneen weltweit gespielt.
Der Impuls, der Harnoncourt 1953 zur Gründung des Concentus musicus führte, war seine Unzufriedenheit mit der traditionellen Art, Alte Musik zu interpretieren. Der ungewöhnliche und manchmal radikal andere Stil des Concentus musicus sowie die ausschließliche Verwendung historischer Instrumente sicherten dem Ensemble seinen internationalen Ruf. Harnoncourt führt in das Konzert mit einer bewegenden und faszinierenden Analyse des Werks ein. Interessante musikalische Beispiele, die Harnoncourt auf humorvolle und entspannte Weise einfügt, machen diese Einführung zu einem informativen und unterhaltsamen Führer durch dieses Meisterwerk der Musik. Die Produktion wurde in der historischen Barockklosterbibliothek in Wiblingen, Deutschland, gefilmt.





