Valery Gergiev dirigiert Berlioz' Roméo et Juliette — Mit Olga Borodina, Kenneth Tarver und Evgeny Nikitin
Londoner Symphonie-Orchester
Besetzung
Olga Borodina — Mezzosopran
Kenneth Tarver — Tenor
Jewgeni Nikitin — Bassbariton
Chor der Guildhall School of Music & Drama
Programmhinweise
"Shakespeare, der unerwartet auf mich einstürzte, hat mich getroffen. Sein Blitz, der den Himmel der Kunst mit einem erhabenen Krachen öffnete, erleuchtete für mich die entferntesten Tiefen. Ich erkannte wahre Größe, wahre Schönheit, wahre dramatische Wahrheit." Für Berlioz inspirierten die Werke Shakespeares Liebe auf den ersten Blick! Der Sturm, König Lear und Hamlet würden in seinen Händen zu einigen der schönsten Partituren werden, die er je schrieb. Unter ihnen nimmt Berlioz’ symphonische Interpretation von Romeo und Julia einen besonderen Platz ein.
Es ist Paganini, dem wir dieses Meisterwerk aus Chören, Rezitativen und Sololiedern zu verdanken haben. Eines Abends im Dezember 1838, nachdem er Harold en Italie zum ersten Mal aufgeführt gehört hatte, fiel der große italienische Virtuose vor dem Komponisten auf die Knie und küsste ihm begeistert die Hand. Am nächsten Tag schrieb er Berlioz einen Brief, erklärte ihn zum Erben Beethovens und schickte ihm einen Scheck über 20.000 Francs! Da er nun nicht mehr arbeiten musste, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, widmete sich Berlioz der Komposition des Meisterwerks, das er wollte, „ein grandioses und leidenschaftliches Werk voller Fantasie“. In dieser Aufführung dirigiert Valery Gergiev das London Symphony Orchestra, unterstützt von den Solisten Olga Borodina, Kenneth Tarver und Evgeny Nikitin.
