Sir John Eliot Gardiner dirigiert Dvořák und Mozart – mit dem Königlichen Stockholmer Philharmonischen Orchester
Konzert des Nobelpreises 2008
Besetzung
Königliches Stockholmer Philharmonisches Orchester
Eric Ericson Kammerchor
Sir John Eliot Gardiner — Dirigent
Miah Persson — Sopran
Ann Hallenberg — Mezzosopran
Helge Rønning — Tenor
Peter Mattei — Bariton
Programmhinweise
Gardiner gab sein Debüt als Dirigent im Alter von 15 Jahren und gründete mit 21 Jahren den Monteverdi Choir anlässlich einer Aufführung der Vespern der seligen Jungfrau von Monteverdi in der Kapelle des King’s College der Universität Cambridge. Heute ist Sir John Eliot Gardiner einer der emblematischsten Dirigenten unserer Zeit, und sein Ensemble hat internationale Anerkennung erlangt.
Am 8. Dezember 2008 war er in Stockholm und dirigierte während des Nobelpreis-Konzerts den Monteverdi Choir, begleitet vom Kammerchor Eric Ericsons und der Königlichen Philharmonie Schwedens, in einem Programm, das Dvořáks Symphonie Nr. 7 und Mozarts Messe in c-Moll gewidmet war.
Letztere ist ein faszinierendes Werk wegen des Mysteriums um ihre Komposition. Warum komponierte Mozart dieses Stück im Jahr 1783, obwohl er seit seinem Weggang 1777 aus dem Hause des Erzbischofs Colloredo, seines verhassten Förderers, keine geistliche Musik mehr geschrieben hatte? Und warum ließ er das Werk unvollendet? Abgesehen von diesen Fragen bleibt die Messe in c-Moll eines der intensivsten und bewegendsten Werke Mozarts. Diese während des Nobelpreis-Konzerts aufgeführte Version ist beeindruckend. Und wie gewohnt dirigiert Gardiner großartig und mit großer Leidenschaft.

