Raphaël Pichon dirigiert Monteverdi — Mit Lea Desandre, Eva Zaïcik, Lucile Richardot, Olivier Coiffet, Emiliano Gonzalez Toro...

Mit dem Ensemble Pygmalion

Abonnenten

Besetzung

Bertrand Couderc  — Beleuchtung

Lea Desandre  — Sopran

Eva Zaïcik  — Sopran

Lucile Richardot  — Altistin

Olivier Coiffet  — Tenor

Emiliano González Toro  — Tenor

Zachary Wilder  — Tenor

Nicolas Brooymans  — Bass

Programmhinweise

Raphaël Pichon und sein Ensemble Pygmalion schließen sich mit einer brillanten Gruppe von Solisten zusammen, um Monteverdis monumentales Vespro della beata Vergine in einem ebenso prächtigen Rahmen zu präsentieren wie die Musik, die sie aufführen: der Chapelle Royale von Versailles.

Bis Anfang des 17. Jahrhunderts hatte Monteverdi zwei Jahrzehnte damit verbracht, weltliche Musik als Mitglied des Gonzaga-Hofs in Mantua zu komponieren. Sein innovativer neuer Stil – einschließlich seines unglaublichen Durchbruchs, einige der ersten Opern der Geschichte zu schaffen – hatte ihm große Anerkennung eingebracht, doch bis 1608 begann er, nach einer Veränderung der Umgebung zu suchen, und bewarb sich um Stellen als maestro di cappella in Mantua und im Vatikan.

Diese Richtungsänderung wurde 1610 mit der Veröffentlichung seines Vespro della beata Vergine („Vespern der seligen Jungfrau“) manifest. Basierend auf all der Erfahrung und dem Einfallsreichtum, die er in den Jahren bei den Gonzagas gesammelt hatte, schuf er eine 14-teilige Sammlung geistlicher Musik, die die katholische Messe, den Abendgottesdienst der Vesper und andere liturgische Texte, die mit der seligen Jungfrau Maria verbunden sind, miteinander verwebt, um ein brillantes und vielseitiges Meisterwerk zu schaffen. Weitgehend als eines der bedeutendsten groß angelegten geistlichen Werke vor Bachs h-Moll-Messe angesehen, verleiht die faszinierende Mischung aus Texturen und Stilen der Vesper – von Cantus firmus und venezianischer canzone bis hin zum Madrigalstil und geistlichen concerti – ihr eine Vitalität und Kraft, die Zuhörer über Generationen hinweg fesseln und begeistern.

Die Vesper scheinen auch für Monteverdi selbst ein guter Karriereschritt gewesen zu sein: Nur drei Jahre nach ihrer Veröffentlichung erhielt er den Job seines Lebens: maestro di cappella (Musikdirektor) der historischen Basilica di San Marco in Venedig!

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

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