Pinchas Zukerman und Marc Neikrug spielen Schubert: Sonate Arpeggione
1984
Besetzung
Pinchas Zukerman — Viola
Marc Neikrug — Klavier
Programmhinweise
Schuberts Sonata Arpeggione, aufgeführt von dem großartigen Pinchas Zukerman und Mark Neikrug.
Vom Geiger Isaac Stern und dem Cellisten Pablo Casals während seines Studiums am Konservatorium in Tel Aviv entdeckt, erhielt Pinchas Zukerman ein Stipendium, um seine Ausbildung an der renommierten Juilliard School in New York fortzusetzen. Doch es war sein erster Preis beim 25. Leventritt Internationalen Wettbewerb, der Pinchas Zukermans Karriere ins Rollen brachte. Zusammen mit den herausragendsten Musikern seiner Generation (Daniel Barenboim, Itzhak Perlman, Vladimir Ashkenazy und Jacqueline Du Pré) interpretiert Pinchas Zukerman hier Schuberts berühmte Sonata Arpeggione. Ursprünglich für Klavier und Arpeggione komponiert, ein 1823 erfundenes Instrument, das der Bass-Viola da Gamba ähnelt, ist das Stück heute Teil des Bratschen-Repertoires.
Schubert komponierte die Sonata Arpeggione im November 1824, als er bereits unter den Symptomen der Syphilis und wiederkehrenden Depressionen litt. Doch der Ausdruck seines persönlichen Leids mündet nicht in hoffnungslose Klagen. Höchstens ein Gefühl von Nostalgie geht von den Wendungen der Melodielinie aus. Schuberts Sinn für Anstand, vermutlich auch seine Verbundenheit zu seinem Freundeskreis, hinderten den geschwächten Komponisten daran, völlig in Verzweiflung zu versinken. Wie der Held aus Die schöne Müllerin zeigt Schuberts Musik eine gewisse Hoffnung auf Trost und Frieden. „Ach unten, ja unten,/ ist kühle Ruh!/ Ach Bächlein, liebes Bächlein,/ so sing nur weiter.“ (Die schöne Müllerin, „Der Müller und der Bach“: „Ach unten, da unten/ Die kühle Ruh!/ Ach Bachlein, liebes Bachlein,/ So singe nur zu.“)
