Nikolai Lugansky spielt Janáček, Prokofjew und Liszt.
Verbier Festival 2008
Besetzung
Nikolai Lugansky — Klavier
Programmhinweise
Nikolaï Lugansky gibt ein inspiriertes und lebhaftes Klavierrezital mit Werken für Klavier solo von Janáček, Prokofiev und Liszt.
In diesem Rezital beim Verbier Festival zeigt der Pianist Nikolai Lugansky vom ersten gespielten Ton an das Ausmaß seines Talents. Sein ausdrucksvoller, aber kontrollierter Klang, seine makellose Technik und seine subtile Musikalität kommen dem Eröffnungswerk, Janáčeks Sonate in Es-Dur, einer Sonate, die typisch für die schwer fassbare und poetische Musik dieses Komponisten ist, sehr zugute. Lugansky wechselt dann von Janáčeks rätselhaftem Impressionismus zur unermüdlichen Energie von Sergei Prokofiev. Luganskys kühle Finger stürzen die Montagues und Capulets in einen endlosen Kampf durch seine eindrucksvolle Interpretation von Auszügen aus Prokofievs Zehn Stücken für Klavier aus Romeo und Julia, Op. 75.
Die Werke von Liszt, die er für das Ende seines Rezitals aufhebt, entführen uns von der dunklen Kälte Prokofievs in eine Welt, die sich auf die Schönheit der Natur, irdische Spiritualität und metaphysische Meditationen konzentriert. Mit Luganskys transparentem Spiel hören wir, wie Die Brunnen der Villa d’Este sprudeln, die bezaubernde Poesie von Petrarcas Sonetten erklingt und wir in die mystischen Betrachtungen der Douze études d'exécution transcendante eintauchen.


