James Conlon dirigiert Berlioz' L'Enfance du Christ – Mit Stéphanie d'Oustrac, Stéphane Degout...
Nationales Orchester von Frankreich und Chor des Radios Frankreichs
Besetzung
Stéphanie d'Oustrac — Maria
Stéphane Degout — Joseph
François Lis — Herodes
Jeremy Ovenden — Der Erzähler
Nahuel Di Pierro — Der Vater
Nationales Orchester von Frankreich
Chor des französischen Rundfunks
James Conlon — Dirigent
Programmhinweise
“Ich nahm ein Stück Papier und zeichnete ein paar Notensysteme, auf denen bald ein vierstimmiges Andantino für Orgel entstand…”. Einige Noten, die beiläufig während eines Abends mit Kartenspielen unter Herren gekritzelt wurden, sollten schließlich ein zutiefst bewegendes Oratorium L’Enfance du Christ (“Die Kindheit Christi”) hervorbringen. Berlioz’ Partitur ehrt die französische Musik des 17. Jahrhunderts, und es gelang ihm sogar, den Chorsatz, den er an jenem schicksalhaften Abend zu schreiben begann, “L'Adieu des bergers à la Sainte Famille”, als Werk eines imaginären Komponisten Pierre Ducré auszugeben, eines angeblichen “Musikmeisters an der Pariser Sainte-Chapelle im Jahr 1679”! Das erstaunliche und sogar rätselhafte Meisterwerk zeichnet das Leben Christi von seiner Geburt bis zu seinem 30. Geburtstag in drei Teilen nach: Le songe d’Hérode (“Herodes’ Traum”), La fuite en Égypte (“Die Flucht nach Ägypten”) und L’arrivée à Saïs (“Die Ankunft in Sais”). Die Uraufführung fand 1854 unter der Leitung des Komponisten selbst statt, das Werk wurde jedoch stets nur selten aufgeführt. In dieser unglaublichen Aufführung unter der Leitung von James Conlon erwacht das Werk mit der Mezzosopranistin Stéphanie d’Oustrac als Maria und Stéphane Degout als Joseph zum Leben.
