Klaus Tennstedt dirigiert Bruckners Symphonie Nr. 7.
Boston Symphony Orchester, 1977
Besetzung
Klaus Tennstedt — Dirigent
Programmhinweise
Tennstedt gab im Dezember 1974 sein US-Debüt, dirigierte das Boston Symphony Orchestra in einem reinen Brahms-Programm und anschließend Bruckners Symphonie Nr. 8. Eine Legende war geboren und eine Karriere gemacht. Eine Schlagzeile am nächsten Tag lautete: "Bruckner – Tennstedt – BSO – Einmal im Leben."
Klaus Tennstedt entwickelte eine besondere Beziehung zum BSO und dirigierte es regelmäßig bis 1987. Ein unwahrscheinlicher Superstar brannte nun hell am klassischen Musikhimmel. Und dieser Ausschnitt ist aus vielen Gründen bemerkenswert. Er bringt die erste öffentliche Veröffentlichung eines vollständigen symphonischen Werks, gespielt vom BSO unter Tennstedt. Außerdem ist es mit Abstand das früheste Konzertmaterial, das wir offenbar von Klaus Tennstedt haben.
Die Kritiker waren sich einig in ihrer Lobeshymne auf Tennstedts Auffassung von Bruckners Symphonie Nr. 7. Der feste Kritiker des Boston Globe war beeindruckt von einem Mann, den er als "den hoch aufragenden Tennstedt" beschrieb: "Tennstedts großer und kantiger Körper ist ein kontrapunktisches Instrument, und er nutzt ihn, um die zunehmenden Spannungen und Entladungen dieser Musik zu dramatisieren und hervorzurufen... Der Streicherton, dunkel und schwer, war etwas Fabelhaftes..."
