Programm

Wolfgang Amadeus Mozart, Symphony No. 40 in G Minor, K. 550

1. Allegro molto

2. Andante

3. Menuetto: Allegretto – Trio

4. Allegro assai

Manuel de Falla, El Sombrero de tres picos, Suite No. 2

The Neighbors' Dance: Seguidilla

The Miller's Dance: Fandango

Final Dance: Jota

Giuseppe Verdi, Les Vêpres siciliennes (Sicilian Vespers)

Ouverture

Carlo-Maria Giulini dirigiert Mozart, de Falla und Verdi.

Neue Philharmonia Orchester

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Besetzung

Neue Philharmonia Orchester

Carlo Maria Giulini  — Dirigent

Programmhinweise

Majestätisch und unwiderstehlich: "Der Leopard" in Aktion bei Mozart, de Falla und Verdi.

Der Tod von Carlo Maria Giulini im Alter von einundneunzig Jahren im Jahr 2005 markierte das Ende des goldenen Zeitalters des Dirigierens: das der großen dominierenden und charismatischen Persönlichkeiten. Unter diesen war Giulini wie ein Leopard, wegen seiner aristokratischen Präsenz und seiner Verbindungen zu Luchino Visconti, dem Regisseur von Der Leopard, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Lampedusa. Gemeinsam produzierten sie Verdis Don Carlos am Covent Garden in London.

Davor wurde Giulini als Mitglied des Orchestra Augusteo in Rom auf der Bratsche ausgebildet und spielte dort unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler, Otto Klemperer und Bruno Walter. Als Antifaschist desertierte er von der tschechischen Front, an die er geschickt worden war, um sich in Rom zu verstecken, wo er sich der Resistance anschloss. 1949 wurde er Assistent von Victor de Sabata an der Scala, wo er sich als unvergleichlicher Operndirigent etablierte. Aber Giulini war auch ein unvergleichlicher Dirigent symphonischer Orchester durch seine einzigartige Neigung, das Tempo auszudehnen – von manchen als übertrieben empfunden – und der Musik eine mystische Dimension zu verleihen.

Wir treffen ihn 1965 erneut an der Spitze des New Philharmonia Orchestra, dem heutigen Philharmonia Orchestra, bei Mozarts Symphonie Nr. 40, die er für uns so aufführt, als hörten wir sie zum ersten Mal. Das ist das Kennzeichen der wirklich Großen: Sie sind in der Lage, selbst jene Partituren neu zu beleben, die immer wieder gespielt werden. Danach entfacht er das Orchester in einer lebendigen, temperamentvollen Zweiten Suite aus de Fallas Dreieckshut.

Drei Jahre später trifft Giulini erneut auf das New Philharmonia für die Ouvertüre zu Verdis Die sizilianische Vesper, den Komponisten, mit dem er 1948 sein lyrisches Debüt gab und der seine Karriere prägte. Vor uns baut er vom anfänglichen Raunen des Orchesters bis zum Ende ein majestätisches Klangtheater auf. Der Leopard in Aktion.

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