Wilhelm Friedemann Bach: Wiederentdeckte Kantaten
Renaissance nach 300 Jahren
Besetzung
Dorothee Mields — Sopran
Gerhild Romberger — Altistin
Georg Poplutz — Tenor
Klaus Mertens — Bass
Bachchor Mainz
Arpa festante München
Ralf Otto — Dirigent
Programmhinweise
Der Bachchor Mainz und die Arpa festante München, unter der Leitung von Ralf Otto, zollen Wilhelm Friedemann Bach Tribut: Zum ersten Mal führen sie vier seiner Kantaten während eines Konzerts in der Augustinerkirche in Mainz auf, das aufgezeichnet wurde.
Anlässlich des 300. Geburtstages von Wilhelm Friedemann Bach bringen der Bachchor Mainz und die Arpa festante München (ein Kammerorchester, das sich auf das Barockrepertoire spezialisiert hat), begleitet von vier Solisten, vier große Kantaten und eine Sinfonie von Wilhelm Friedemann Bach zur Uraufführung – ein unbekannter Komponist, der dennoch als einer der talentiertesten Söhne von Johann Sebastian Bach galt.
Dieses „enfant terrible“, das als Kind ein hochbegabter Musiker war, hatte trotz des Schattens seines Vaters eine sehr interessante Karriere als Organist und Komponist. Der „Bach von Halle“, wie er aufgrund seiner Ernennung zum Musikdirektor und Organisten an der Hallenser Kirche genannt wurde, entschied sich für eine unabhängige Laufbahn und verließ 1764 seine Position – im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen, die von mächtigen Institutionen oder Personen unterstützt wurden. Trotz des elenden Lebens, das er nach dieser Berufswahl führte, hinterließ er uns wunderbare Werke. Besonders hat er zur Entwicklung des Genres der Kirchenkantate beigetragen.
Die Musiker führen diese Uraufführung von vier der „geistlichen Kantaten“, die er um 1750 komponierte, bemerkenswert auf. Sie werden von einem großen Kenner des Repertoires geleitet, denn Ralf Otto ist bekannt dafür, mehrfach Werke vergessener Komponisten der Barockzeit dirigiert zu haben. Dieses wunderbare Konzert wird von den historischen Instrumenten der Arpa festante begleitet, im Chor der Augustinerkirche in Mainz mit schönen Rokoko-Verzierungen.