Elisso Virsaladze spielt Werke von Schumann und Prokofjew.
La Roque d'Anthéron 2004
Besetzung
Elisso Virsaladze — Klavier
Programmhinweise
Flüchtige Visionen der georgischen Pianistin bei Schumann und Prokofjew.
Der Stammbaum spricht für sich: Die Eltern von Elisso Virsaladze waren Musiker und ihre Großmutter, Anastasia, war eine berühmte Pianistin. Nach dem Besuch der Musikschule in Tiflis in Georgien, wo sie geboren wurde, setzte sie ihre Ausbildung in Moskau bei dem berühmten Heinrich Neuhaus fort. Doch um die zu werden, die sie heute ist, Elisso Virsaladze, die großartige Pianistin, reicht der Stammbaum nicht aus.
Von den ersten Noten der Kreisleriana von Schumann an sind wir vom Temperament der Künstlerin gefesselt, das Gewohnheiten hinwegfegt und Vorurteile verspottet. Mit eiserner Hand gibt Virsaladze eine atemberaubende Interpretation der Kreisleriana. Was sie an jenem Abend spielte, war ein Versteckspiel zwischen Leben und Tod, in dem kein Platz für eine Samthand ist.
„Eine unvergleichliche Schumannianerin“, sagte Sviatoslav Richter über sie. Unvergleichlich ist das Schlüsselwort. Die Sonate Nr. 2 und die Sarkasmen von Prokofjew sind von derselben brennenden Intensität erfüllt. Zum Abschluss die sanfte Berührung eines Walzers von Tschaikowski. Diese großartige Interpretin weiß, was sie tut.


