Programm

Gustav Mahler, Symphony No. 5 in C-sharp Minor

1. Trauermarsch: In gemessenem Schritt. Streng. Wie ein Kondukt

2. Stürmisch bewegt, mit größter Vehemenz

3. Scherzo: Kräftig, nicht zu schnell

4. Adagietto: Sehr langsam

5. Rondo-Finale: Allegro – Allegro giocoso. Frisch

Claudio Abbado dirigiert Mahlers Symphonie Nr. 5.

Lucerne Festival 2004

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Besetzung

Programmhinweise

Beim Lucerne Festival dirigiert Abbado eine denkwürdige Aufführung von Mahlers Fünfter Symphonie.

Es war Luchino Visconti, der mit Der Tod in Venedig, adaptiert nach der Kurzgeschichte von Thomas Mann, die Fünfte Symphonie von Mahler berühmt machte, indem er das Adagietto auswählte, um die Stimmungen des Helden Gustav von Aschenbach auszudrücken. Und es ist dasselbe quälende, tödliche Klima, das beide Werke durchdringt, die zehn Jahre auseinander geschrieben wurden, kurz vor dem Umbruch des Ersten Weltkriegs (die Fünfte Symphonie wurde zwischen 1901 und 1903 komponiert, Der Tod in Venedig wurde 1913 geschrieben), als hätten die Künstler die Katastrophe geahnt.

Der Hintergrund lastet schwer auf den Schultern des Dirigenten, der sich darauf vorbereitet, dieses von Trauer erfüllte Werk zu dirigieren. Doch obwohl Claudio Abbados Schultern schlank sind, sind sie solide: Dieser sehr italienische Dirigent, geboren 1933 in Mailand, der fünfzehn Jahre lang Direktor der Scala war und in Wien bei Hans Swarowsky ausgebildet wurde, ist mit der Kultur Mitteleuropas, ihrer Literatur und ihren bildenden Künsten äußerst vertraut. Mit der Zweiten Symphonie von Mahler wählt er sein Debüt, mit 32 Jahren, an der Spitze des Philharmonischen Orchesters Wien, und er gibt dem Jugendorchester, das er 1986 gründet, den Namen Gustav Mahler.

Seither atmet Abbado weiterhin die komplexe Schönheit der Symphonien der Wiener Komponisten in allen Konzertsälen der Welt mit den größten Orchestern aus. An jenem Abend 2004 in Luzern, im von Jean Nouvel gestalteten Konzertsaal, ist es die Fünfte Symphonie, die giftige Blüte in Mahlers Bouquet, die der italienische Dirigent uns mit dem Lucerne Festival Orchestra präsentiert. Dieses Orchester vereint brillante internationale Solisten in seinen Reihen (darunter die Klarinettistin Sabine Meyer, die Cellistin Natalia Gutman, die Harfenistin Marie-Pierre Langamet und die Mitglieder des Hagen Quartetts…) unter Abbados Leitung zu einer denkwürdigen Aufführung der Fünften Symphonie.

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