Valery Gergiev dirigiert Brahms und Szymanowski — Mit Janine Jansen
Londoner Symphonie-Orchester
Besetzung
Programmhinweise
An der Seite von Maestro Valery Gergiev am Dirigentenpult des London Symphony Orchestra spielt die brillante Janine Jansen Karol Szymanowskis „schrecklich fantastische und unerwartete“ (in den Worten des Komponisten) Violinkonzert Nr. 1. Das 1916 geschriebene und 1922 uraufgeführte Werk besteht aus einem einzigen, aber innerlich differenzierten Satz, der mit der romantischen Konvention eines dreisätzigen Konzerts bricht, das Lyrik und technische Brillanz verbindet. In Szymanowskis neuer Sprache führt eine unaufhörliche Vielfalt von Ideen, die sich entlang eines kühnen Spektrums von Klangfarbe und Ton entfalten, zu einer erstaunlichen poetischen Einheit in diesem Stück, das die Innovation des zwanzigsten Jahrhunderts symbolisiert.
Die wenig beachtete polnische Komponistin erste Sinfonie (1909) umfasst nur zwei Sätze – die Säulen, die ein ehrgeiziges kontrapunktisches und harmonisches Monument tragen, das Szymanowski letztlich unvollendet ließ. Das Werk liefert dennoch reichlich Belege für die beeindruckenden technischen Fähigkeiten eines Komponisten, der sich später als Schlüsselfigur der musikalischen Avantgarde etablieren sollte. Brahms’ geliebte erste Sinfonie rundet das Programm ab und steht exemplarisch für die Art von kanonischem Meisterwerk, das Szymanowski in seinen jüngeren Jahren als Komponisten prägte und gegen das sich sein späteres, mutig modernistisches Werk auflehnte.
