Programm

Robert Schumann, Papillons, Op. 2 (Butterflies)

Robert Schumann, Symphonic Etudes, Op. 13

Theme - Andante

Etude I (Variation 1) - Un poco più vivo

Etude II (Variation 2) - Andante

Etude III - Vivace

Etude IV (Variation 3) - Allegro marcato

Etude V (Variation 4) - Scherzando

Etude VI (Variation 5) - Agitato

Etude VII (Variation 6) - Allegro molto

Etude VIII (Variation 7) - Sempre marcatissimo

Etude IX - Presto possible

Etude X (Variation 8) - Allegro con energia

Etude XI (Variation 9) - Andante espressivo

Etude XII (Finale) - Allegro brillante (based on Marschner's theme)

Vladimir Ashkenazy spielt Schumanns Symphonische Etüden, Op. 13 und Papillons, Op. 2.

Ein Film von Christopher Nupen

Abonnenten

Besetzung

Wladimir Aschkenasi  — Klavier

Programmhinweise

Dass Robert Schumann ein schwieriges und von Problemen geprägtes Leben führte, ist gut dokumentiert, und ein Großteil seiner Werke — voller Spannung, Eigenart und einer bemerkenswerten, nahezu unvergleichlichen Erfindungskraft — ist berüchtigt schwer zu fassen. Vladimir Ashkenazy entwirrt in diesem Saisonabschlusskonzert aus der Royal Festival Hall von 1985 mühelos alle technischen Schwierigkeiten und navigiert mit dem Flair eines vollendeten Künstlers durch das steinige expressive Terrain — er hat diese Musik studiert und mit ihr gelebt, und seine Liebe zum Detail zeigt sich in dieser exquisit ausgearbeiteten Interpretation von zwei schumannschen Meisterwerken.

Ashkenazy eröffnet das Programm mit den Papillons, Op. 2, einer Sammlung von Miniaturen, die einen Maskenball hervorrufen sollen und zumindest teilweise vom deutschen Romantiker Jean Paul inspiriert sind; in Briefen schwankte Schumann darüber, inwieweit Pauls Flegeljahre die Themen und Motive des Werks beeinflussten. Die lebhaften Papillons weichen den Symphonischen Etüden, Op. 13, einer wegweisenden Komposition der Klavierliteratur — einem hochgradig experimentellen Thema mit Variationen, die voller komplexem, vielschichtigem Kontrapunkt stecken, sich von Genre-Konventionen befreien und eine virtuose technische Beherrschung erfordern. Ashkenazy löst das Rätsel Schumann und liefert eine Goldstandard-Interpretation, ein „allmähliches Aufknöpfen reicher pianistisch-fantastischer Elemente … gipfelnd in einem großartigen Ausbruch durch die punktierten Rhythmus-Fiesta des Finales“ (The Times).

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