Alain Altinoglu dirigiert Khachaturian, Petrossian, Komitas und Mozart.
Der Völkermord an den Armeniern, 100 Jahre Erinnerung
Besetzung
Pierre Bedrossian — Duduk
Tamar Eskenian — Shvi
Hasmik Papian — Sopran
Nora Gubisch — Mezzosopran
Tigran Martirossian — Bass
Jean-Marc Phillips‐Varjabédian — Violine
Xavier Phillips — Cello
Armenisches Weltorchester
Programmhinweise
Am 21. April 2015 leitete der französisch-armenische Dirigent Alain Altinoglu das Armenian World Orchestra (AWO) in einem Gedenkkonzert zum 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern. Der Abend feierte das armenische Erbe und ehrte die Opfer des Völkermords mit einem bewegenden Programm traditioneller armenischer und westlicher klassischer Musik, das eine Weltpremiere des französisch-armenischen Komponisten Michel Petrossian beinhaltete.
Erfahrene Künstler armenischer Herkunft kamen aus aller Welt zusammen, um das Orchester für dieses Konzert zu bilden, das von der Armenian General Benevolent Union France (AGBU France) organisiert wurde. Sie begannen mit Aram Chatschaturjans Masquerade-Suite, einem fesselnden Werk, das ursprünglich als Bühnenmusik für ein 1941 erschienenes Stück des russischen Dramatikers Michail Lermontow entstand. Es folgten Orchesterarrangements von eindringlichen traditionellen armenischen Volksliedern, die von Komitas zusammengestellt wurden, einem armenischen Priester und Pionier der Ethnomusikologie, der den Völkermord miterlebte. Die Uraufführung von Petrossians Ciel à vif für Chor, Orchester und ein Trio concertante aus Klavier, Violine und Cello folgte. Als eine Art Panorama der armenischen Kultur enthält das Werk vielfältige Bezüge, darunter traditionelle armenische Lieder, biblische Texte und sogar Dialoge aus einem Film von Jean-Luc Godard. Mozarts Requiem bildete den Abschluss dieses nachdenklichen und emotionalen Gedenkabends.
Foto: © Vincent Pontet

