Das Frühlingsopfer von Béjart, Musik von Strawinsky
Tania Bari, Germinal Casado, Paolo Bortoluzzi...
Besetzung
Pierre Dobrievich — Tänzer
Antonio Cano — Tänzer
Marie-Claire Carrié — Tänzer
Laura Proença — Tänzer
Programmhinweise
Wenn der Béjart-Stil nicht immer so kühn modern aussieht wie noch vor Jahrzehnten, dann nur, weil Béjarts Einfluss auf das Ballett so groß war, dass seine revolutionären Ideen Teil des Standardballettvokabulars wurden. Die 1959 uraufgeführte Inszenierung von Stravinskys Frühlingsopfer durch Béjart wirkt in vielerlei Hinsicht immer noch wie ein erfrischender Atemzug, so belebend wie die Jahreszeit, die sie feiert. „Es muss einfach und stark sein“, bestand er oft, und tatsächlich beeindruckt die schlichte Klarheit noch immer: schnelle Sprünge, ausgestreckte Arabesken, Körper, die sich zusammensacken und loslassen, als wären sie federbelastet, Tänzer, die in einem wilden, nahen Aufeinandertreffen kollidieren. Die Masse der sich bewegenden Körper, angeordnet in wechselnden geometrischen Mustern, fesselt das Auge wie ein Kaleidoskop. Béjarts Ballet des 20. Jahrhunderts inszenierte die legendäre Produktion von 1959 zehn Jahre später im Théâtre de la Monnaie in Brüssel neu und gab so modernen Zuschauern die Möglichkeit, die einzigartige Vision des Choreografen zu erleben.
